Mannheim
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  1. 1862-01-01 · Heft 1 · page 62

    61 ließ (s. den 1. Abschnitt), nahm er den Wunderstab mit und pflanzte ihn in seinen Garten. Jetzt ließ Reuel bekannt machen, daß nur der, welcher im Stande sei, jenen Stab mit eigenen Händen ohne weitere Beihülfe dem Boden zu entreißen, se…

  2. 1862-01-01 · Heft 1 · page 63

    62 Reue! übergab ihm alle seine Heerden, daß er sie in fruchtbaren Gegenden weide. Nur mußte Moses, der nun dem Schwiegervater seine hebräische Abkunft entdeckte, geloben, ohne Reuels Einwilligung Midian nicht zu verlassen. Zipora wandelte …

  3. 1862-01-01 · Heft 1 · page 64

    Anmerkungen und Nachiveisungen zum Leben Moses. Vorgeschichte. 1) Bereschilh rahhah 6. 96 Anf. „Sobald unser Vater Jakob gestorben war, begann die Knechtung Israels von Seiten Aegyptens, cf. damit Raschi'gu 1. Mos. 47, 28. Sobald unser Vate…

  4. 1862-01-01 · Heft 1 · page 65

    64 nach dessen Tode Fremdlingen gleich behandelt wurden. Vergl. jedoch weiter den Text und Anm. 2) Joseph starb nach 1. Mos. 50, 26 im Alter von 110 Jahren, da er bei seiner Erhebung zu hoher Würde 30 Jahre zählte (1. Mos. 41, 26) Jakob 9 J…

  5. 1862-01-01 · Heft 1 · page 66

    Sara Copia Sullam. Lebensbild einer jüdischen italienischen Dichterin aus dem siebzehnten Jahrhundert von Dr. M. 2k. Kevy.

  6. 1862-01-01 · Heft 1 · page 67

    Vorbemerkung Mie vorliegende Arbeit ist ein Vortrag, den der Verfaffer in dem hiesigen „Verein Zur Verbreitung der Wissenschaft des Judenthums" im vergangenen Winter gehalten hat. Dem Zweck des gedachten Vereins Zu entsprechen, mußte die Fo…

  7. 1862-01-01 · Heft 1 · page 68

    68 Soldat", als „Märtyrer der christlichen Liebe" dargestellt werden. Ohne aber, daß es Rio beabsichtigt hatte, tritt Sara, die mit Ceba in vertrautem Briefwechsel stand, in den Vordergrund, so daß man mit vollem Rechte über das entrollte B…

  8. 1862-01-01 · Heft 1 · page 69

    ßßm rüstigen Arbeiter in den Bergwerken der jüdischen Geschichte erwartet noch mancher reiche Gewinn, mancher ungeahndete Fund kostbaren Erzes lohnt seine Mühe und giebt ihm neuen Muth, immer unverdrossener in den tiefen Gängen vorzudringen…

  9. 1862-01-01 · Heft 1 · page 70

    70 stolz sein auf das im Gebiete jüdischer Geschichte Geleistete, wenn wir die Kürze der Zeit, seitdem von einer Geschichte der Juden und des Judenthums die Rede sein kann, in Rechnung bringen. Es braucht aber auch kaum berührt zu werden, w…

  10. 1862-01-01 · Heft 1 · page 71

    71 mb sie haben nicht wenig dazu beigetragen, die Republik in Flor zu bringen, deren Höhepunkt sie am Ende des 15. Jahrhunderts erreichte. Ein umfangreicher Länderbesitz in Italien selbst und am ägäischen und mittelländischen Meere brachte …

  11. 1862-01-01 · Heft 1 · page 72

    72 deres Wzeichen wie ftüher, rothe Hüte, tragen sollten. Doch wurden diese Gesetze bei dem zeitweilig blühenden Wohlstände der Stadt und bei dem Reichthum und der hohen Bildung der Juden nicht sehr genau beachtet; das Ghetto selbst an den …

  12. 1862-01-01 · Heft 1 · page 73

    -73 worden, einen neuen Aufschwung. Wie einst die Vorsehung die Zerstörung des Tempels zu Jerusalem, und die Zerstreuung des Volkes Israel in alle Weltgegenden zur Vollführung hoher Zwecke: den Glauben an den einigen heiligen Gott all übera…

  13. 1862-01-01 · Heft 1 · page 74

    …ähnt, sowie Jehuda's, Sohnes Jsaks aus Sommi (Jehuda de' Sommi). Er war in der Hälfte des gedachten 16. Jahrhunderts zu Ferrara geboren und dann in Mantua heimisch. Er besaß einen reichen Schatz rabbinischer und biblischer Kenntnisse, war sehr bew…

  14. 1862-01-01 · Heft 1 · page 75

    75 war mit der Literatur der in diesen Sprachen verfaßten Schriften wohl vertraut. Daß die italienische Literatur ihr bekannt war, kann man wohl von vornherein voraussetzen. Ihrer reichen Phantasie vermochte sie den poetischen Ausdruck zu g…

  15. 1862-01-01 · Heft 1 · page 76

    …lischen Geschichte, den Helden des Volkes Israel zu^ wie denn wiederum auch die Juden jener Zeit diese Neigung theilen, Usque's Drama, Esther, und Usieli's Epos, David, ist schon früher gedacht worden, hier sei noch daran erinnert, daß Elias Lev…

  16. 1862-01-01 · Heft 1 · page 77

    77 zum Christenthum war bei ihm bald zur Leidenschaft geworden und diese Leidenschaft erfüllte ihn ganz und gar in den letzten Jahren seines Lebens. Schon nachdem einige Briefe zwischen ihm und Sara gewechselt worden waren, glaubte er dem Z…

  17. 1862-01-01 · Heft 1 · page 78

    …tesschärfe, wie ihre Belesenheit in unseren Religionsquellen, als auch in den Werken profaner Schriftsteller, besonders Aristoteles, bewundern. Bei aller Zartheit, der sich beide Theile bei einer solchen Correspondenz befleißigten, konnte es dennoch n…

  18. 1862-01-01 · Heft 1 · page 79

    79 Woche. Das sind die guten und edlen Dienstleistungen, die Sie von mir erwarten können. Betrachten Sie nicht nur diejenigen als wahre Freunde, die Sie lediglich wegen der Reize Ihres Umganges suchen, sondern jene, welche von der Schönheit…

  19. 1862-01-01 · Heft 1 · page 80

    80 beseelte Ansaldo die Hoffnung, dem Ziele seiner Wünsche näher zu kommen. Er betrachtete die Bekehrung Sara's, dieser gefeierten Jüdin, als eine Ehre für das Christenthum, so daß er selbst eine angesehene fromme Dame aus Genua ihre Gebete…

  20. 1862-01-01 · Heft 1 · page 81

    81 meinte, den Gedanken an die Muttex Gottes nicht dabei hegen sollte, sondern nur, als an eine heilige Frau der jüdischen Nation gerichtet; auch das schien ihr ein Abfall von dem Glauben ihrer Vater. Zum Troste jedoch schickte sie ihm ihr …