Mannheim
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  1. 1862-01-01 · Heft 1 · page 82

    82 seinen Briefen an Sara seinen Lieblingswunsch nach so vielen vergeblichen Mühen vorbringt; im Bewußtsein des nahen Todes fürchtet er, im Jenseits sie nicht wieder zu sehen, er wollte gerne sterben, wenn er die Hoffnung mit hinüber nähme,…

  2. 1862-01-01 · Heft 1 · page 83

    …eredten Worten vertheidigte sie den Glauben Israel's durch das Wort der heiligen Schrift und nicht selten durch die des Aristoteles; wiewohl sie oft mit Thränen an sein Leid denke, das sie nicht theilen noch erleichtern vermöchte, so wollte sie doch d…

  3. 1862-01-01 · Heft 1 · page 84

    84 entkräften, doch ergießt sie sich in Klagen an den Freund über die feige und nichtswürdige Zumuthung, daß sie von den Brudern sich trennen könne, zumal diese noch so allgemeiner Bedrückung ausgesetzt wären. Er tröstet sie unter andern in…

  4. 1862-01-01 · Heft 1 · page 85

    85 sie halte sich noch nicht ganz erholt von ihrer Krankheit — und faßte in zwei Tagen eine Vertheidigung ab, die mit schlagenden Gründen sie rechtfertigte, den Gegner ganz und gar vernichtete und in seiner häßlichen Blöße darstellte. Schär…

  5. 1862-01-01 · Heft 1 · page 86

    86 von mir abzuwälzen, damit sie nicht Zeit hätte, in die Herzen Eingang zu finden; endlich verlangt der Gegenstand nichts Anderes, als ein aufrichtiges Bekenntniß meines Glaubens an Gott und an das heilige Gesetz, das er mir gegeben. Lies …

  6. 1862-01-01 · Heft 1 · page 87

    87 nicht, die Wahrheit zu höhnen. Wohl weiß ich, daß ich deiner Gnade nicht werth bin, allein die Seele, die du nach deinem Ebenbilde schufest, würdige sie jederzeit deines Schirmes und Schutzes. Es verstumme der falsche Laut der frechen Zu…

  7. 1862-01-01 · Heft 1 · page 88

    88 Sie weder Theolog noch Philosoph sind, und,"irre ich nicht' sehr, sohabe ich selbst dies Geständniß sehr häufig aus Ihrem Munde gehört. Sie hätten also wohl eine oder die andere von den Reflexionen, die Sie über jene berühmte Vorschrift …

  8. 1862-01-01 · Heft 1 · page 89

    89 mit Inbrunst beten und keine Briefe wehr von ihr empfangen^ wenn anders sie nicht ihre Bekehrung ihm anzeigten. So schließt denn der merkwürdige Briefwechsel, denn schon 1623 den 12. April war Ansaldo gestorben, ohne seine sehnsüchtigste…

  9. 1862-01-01 · Heft 1 · page 90

    … in den später zu erwähnenden Schriftchen, Sara Copia Sullam schreiben. 2) Vergl. de 8,0881 a. a. O. 8. v. 3) Jacob ben Usiel, einer spanischen Familie entsprossen, war Arzt in Venedig, wo auch sein Heldengedicht, David, 1624 erschien, s. de Ros…

  10. 1862-01-01 · Heft 1 · page 91

    91 8) Vergl. Steinschneider: Catalog. Bibliothecae BodL p. 939, op. 33. 9) Das. 8. v. 10) Bezieht sich offenbar auf die früher erwähnte Widmung des von Leon da Modena übersetzten Drama's Esther, von Usque. Aus der Widmung führt Wolf a. a. O…

  11. 1862-01-01 · Heft 1 · page 92

    92 1753, Volume I, pag. 191, folgende Bemerkung: Lanna 1621 Baldassar Bonifacio da Kovigo, ehe poi für Vesc.OYO di Capodistria, avendo inteso e creduto, ehe ella (Sara) sentisse poco firmamente dell’ immortalita dell’anima, le indrizzö un D…

  12. 1862-01-01 · Heft 1 · page 93

    93 Jeder Bibelkenner wird gewiß in diesen Versen Anspielungen -auf biblische Stellen nicht verkennen. 17) Horat. de arte poetica vs. 38: Sumite materiam vestris, qui scribitis aequam Viribus; et versate diu, quid terre recusent, Quid valean…

  13. 1862-01-01 · Heft 1 · page 94

    III. Metrologische Voruntersuchungen ZU einer Geschichte des ibrüischen I'68x. llltjlldischen Handels. Erste Lieferung: I. Von dem Gelde der Jbräer resx. Juden von der ältesten Zeit bis zum Schlüsse des Talmuds. II. Das Gewicht der Jbräer r…

  14. 1862-01-01 · Heft 1 · page 95

    Vorwort. INan ist gewohnt, höchstens auf dem religiösen Gebiete weltgeschichtliche Einwirkungen der Juden anzuerkennen, dagegen von jedem durchgreifenden Einflüsse derselben auf die Entwickelung anderer menschheitlicher Potenzen zu schweige…

  15. 1862-01-01 · Heft 1 · page 96

    98 aus ein Handelsvolk; geschichtliche Einflüsse, die sich großentheils noch nachweisen lassen, haben ihnen diese Erwerbsthätigkeit abgezwungen. Aber, sei nun die Anlage dazu eine gleichwohl diesem Stamme angeborene, die nur der Erweckung h…

  16. 1862-01-01 · Heft 1 · page 97

    99 Um ganz auszusprechen, was ich für das Ersprießlichste zur befriedigenden Lösung einer solchen Aufgabe halte, erkläre ich eine fernere Theilung dieser Arbeit für durchaus geboten. Ein Historiker von Fach trage für den zweiten Theils welc…

  17. 1862-01-01 · Heft 1 · page 98

    … 1860; Geschichte der jüdischen Münzen, von Levy, Leipzig 1862; Ueber talmudische Gewichte und Münzen, von Zucker mann, Breslau 1862; Griechische und römische Metrologie, von Hultsch, Berlin 1862. Da von dem kleinen Umfange der Zunzischen Arbeit w…

  18. 1862-01-01 · Heft 1 · page 99

    I. TJori dem Hetdv der Ikräer resji. Juden von der öftesten Zeit Gts zum ScOfufle des Talmuds. Erstes Kapitel. Das Geld der Jbräer bis znm babylonischen Exil. 8. i. ^as ganze Israelitische Alterthum bis zum Exil herab kannte noch kein geprä…

  19. 1862-01-01 · Heft 1 · page 100

    102 abzuschneiden, wäre gar zu mühselig gewesen, und überdies derkleine Mann besaß keine Barren, auch wäre sonst wohl in irgend einer Schriftstelle einmal von diesem Abschneiden die Rede gewesen, was aber nicht der Fall ist; endlich hatte n…

  20. 1862-01-01 · Heft 1 · page 101

    103 scheinen aus unvollständiger Kenntniß jener ersten Angabe und aus zu buchstäblicher Auffassung des bildlichen Ausdruckes „Jemandes moneta sei in die Wett ausgegangen" (d. h. sein Ruf habe sich weit verbreitet) diese späteren frei gedich…