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19111914
  1. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 366

    gung mit ernsten Lebensfragen verbieten oder uns davon abzuhalten suchen.--Ein Puppenheim! Trotzdem die Eltern hier scheinbar für uns arbeiten, trifft sie auch hier der Vorwurf der Bequemlichkeit. Sie entheben sich, als verantwortliche Leit…

  2. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 367

    Platonischer Dialog Personen: Sokrates Ein Primaner Bonn* Jl Sokrates: Woher des Wegs, Freund? Der Primaner: Von meiner Freundin Else. Sie hat mir komische Dinge erzählt: in der Töchterschule lerne man nichts; nur in der Physikstunde etwas.…

  3. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 368

    gerät. Sieh, auch Bücher können erziehen. Leider sind heute die Hauptsache geworden. Ich weiß, warum ich nie eins schrieb. Das Buch soll den lebendigen Menschen ersetzen. Ein kümmerlicher Ersatz! Glaubst du nicht, daß die$ der Sohn fühlt, w…

  4. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 369

    und babyhaften Menschen! Und da soll so ein armseliges Schulmeisterlein hinter all diese Kerls kommen! Das ist bei Gott verrückter als . . S.: Aber es kommt doch vor, daß ein Lehrer einen Schüler erzieht, ihn versteht, ihn erobert — als Men…

  5. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 370

    S.: Nur verlaß dich nicht zu sehr auf Aristophanes! Er ist ein wenig einseitig, zu griechisch in seiner Auffassung. Glaub nicht, daß unter den Millionen Menschen nur ein einziger zu deiner Erziehung prädestiniert sei! Arn wenigsten in der J…

  6. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 371

    klatsch ihrer selbst, sondern freie, selbständig denkende und handelnde Menschen großziehen wollen! — Diese wollen wir doch nicht mit jenen in einen Topf werfen, die entweder ihre Kinder nicht um deren selbst willen gezeugt haben und sich i…

  7. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 372

    Postlagernde Sendungen Von Wilhelm Mau, stud. phil., Altona Es dürfte die „Anfang^leser interessieren, was in Belgien möglich ist Vielleicht kommen wir „im Zeitalter der Jugendpflege** auch in Deutschland noch dahin. In der 3. Beilage ztr N…

  8. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 373

    sperren will. Der Worte sind genug gewechselt, es ist Zeit zu Taten." „Das sind sehr verständige Ansichten (schreibt der „Refchsbote" selbst dazu). Wir wollen hoffen, daß sie im Zeitalter der „Jugendpflege" berücksichtigt werden. Manchem Un…

  9. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 374

    ich nicht, sprichst in einem fort von Jugendkultur und anderem Unsinn. Sogar für dieses Lausbubenblatt, den „Anfang", schreibst du Beiträge. Ich weiß nicht, was ihr wollt? Es geht euch zu gut, meine Lieben! Wenn ich bedenkeMwas ich in deine…

  10. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 375

    Eigentlich gefällt es mir hier sehr wenig. Ich vermisse den frischen, scharfen Winterwind, der so schneidend über die beschneiten Höhen des Rhön fegte, ich empfinde die Unsauberkeit des Bauerngutes furchtbar unangenehm. Und heute haben wir …

  11. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 376

    Ja, dort, wo sie in Liebe an mich denken, kann ich nicht fröhlich sein, kann ich mich nie wohl fühlen, eine Kluft klafft abgrundtief zwischen uns, zwischen zwei Generationen, die verschiedener Art sind. Dort lieben sie nun den Sohn, nicht d…

  12. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 377

    …geben regelmäßig Aufgaben für Donnerstag. C. Mittwoch: Professor Z. gab von Mittwoch auf Donnerstag strafweise 50 Verse Homer zu präparieren auf, während er sonst nur 30 Verse aufgibt. — Es war zu erwarten, daß der Herr Minister nicht antworten …

  13. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 378

    Bei uns, oh, bei uns, da ist man nicht so prosaisch l Da hat man ein Gefühl für das „Dramatische" im Leben. Der Ordinarius kommt, ist außer sich, sucht die Übeltäter festzustellen, appelliert an das „Ehrgefühl der Anständigen", bekommt nich…

  14. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 379

    Klassenspiegel Das Orchester und die sechs Abenteuer des Horaz. „Nennen Sie mir die Musikinstrumente, deren Horaz in seinen Gedichten Erwähnung tut, nebst Ort und Wortlaut der entsprechenden Stellen! Aber schnell etwas! Meyer, schlafen Sie …

  15. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 380

    Für die Aufsatzbeurteihing mancher deutschen Gymnasiallehrer sind folgende Fälle recht bezeichnend: Unser Professor, der Deutsch und Religion einer Obersekunda erteilt, gibt die deutschen Aufsätze zurück. Nach einigen Prädikaten kommt Schul…

  16. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 381

    In der Münchener Protestversammiung der Freideutschen Jagend wandte sich ein Universitätsprofessor der Pädagogik gegen den „Anfang". Er erzählte, er habe ihn einer Dame zu lesen gegeben und sie um ihr Urteil gebeten; und die feabe gesagt: „…

  17. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 382

    „Jeder Einsender eines abgewiesenen Beitrages hat das Recht, den Abdruck zu verlangen, falls er sich bereit erklärt, die Kosten des Druckes usw. zu tragen. Solche Aufsätze erscheinen dann mit besonderem Vermerk." Das Vorwort schließt mit de…

  18. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 383

    …ft hat, fast nur zur zufälligen Erscheinungsform wird, der den Vater als notwendig entgegengesetztes Prinzip gestaltet. Franz Werfel (im ,,Vater und Sohn") gibt dies Verhältnis, mythologisch, in einer tieferen Schauung: Wie wir einst in grenzenlosem Li…

  19. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 384

    „Der Aufenthalt in Stuttgart war für seinen Verkehr und seine geistige Anregung sehr angenehm" (S. 69). ,,. . . Zusammentreffen im Juli, wo sie sich über Kunst und Kunsttheorie unterhielten. Kurze Zeit nacher zog Sch. in einem langen Briefe…

  20. 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 385

    ansrhauung beider Manna* (')" (S 153) Verfasser vermutet: „Hätte er (Seh ) die Zeit da* iMciheitskricge noch erleben dürfen, sc» hatte er vielleicht seine patriotischen Gefühle und Wünsche in einem besonderen Drama niedergelegt" (S. 168). Z…