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Der Anfang · 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 373

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 12 (April 1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 373 (sequence 13)
Language
German
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sperren will. Der Worte sind genug gewechselt, es ist Zeit zu Taten." „Das sind sehr verständige Ansichten (schreibt der „Refchsbote" selbst dazu). Wir wollen hoffen, daß sie im Zeitalter der „Jugendpflege" berücksichtigt werden. Manchem Unfug und sicherlich auch manchen sittlichen Ausschreitungen von Jugendlichen würde dadurch ein Riegel vorgeschoben werden." Was wir hier mit Entrüstung zur Kenntnis bringen, das ist die Selbstverständlichkeit der Unterstellung, wie sie der Retchsbote übt Mögen darin ruhig die „Sittlichkeitsfanatiker" einen neuen Beweis dafür erblicken, wir sehnten uns nach schrankenlosem „Libertinismus"; aber auch wir werden „diesen Vorwurf leicht tragen, wenn wir das ,Ziel' — unser wirkliches Ziel —, ins Auge fassen", eine edle Geselligkeit, einen Verkehr der Geschlechter in Freiheit und natürlicher Keuschheit. Das kann man da oben natürlich nicht begreifen, weil man von der eigenen Jugendzeit her nicht ganz frei ist von bösem Gewissen und von sich auf die neue Jugend schließt. Man hat's selbst einst „so" gemacht, also werden wirs wohl auch so machen. Daß wir Edleres, Schöneres wollen, wie sie, dürfen sie — aus Rücksicht für ihre Autorität — nicht zugeben. Es liegt ihnen auch gar nichts daran, daß wir über sie hinauswachsen, im Gegenteil: „Seht ihr nur erst mal zu, daß ihr so tüchtige Kerls werdet wie war, die's im Leben zu was gebracht haben!" Sie dulden nicht, daß wir vor allem Menschen werden, weil sie es selbst nicht haben werden dürfen. Darum verbieten sie und verbieten sie. Und erreichen auch nicht das, was sie bezwecken; zwingen uns zu neuer Lüge und zu neuer Heimlichkeit. Denn was werden wir unsrerseits uns dann ausdenken müssen, wenn man die belgische Verfügung auch bei uns einführt? An Findigkeit und Phantasie wird es uns gewiß nicht fehlen. Was aber die Söhne und Töchter besagter verwahrloster Elternpaare angeht, so werden sie allerdings nicht nötig haben, sich ihre Briefsendungen postlagernd schicken zu lassen. Väter Von Gert, Wim Ein Vater: Hörst du, das gefällt mir absolut nicht, was du da treibst. Du gehst zu Versammlungen, was ihr dort macht, weiß 373

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