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Der Anfang · 1914-04-01 · Heft 12 (April 1914) · p. Seite 384

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 12 (April 1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 384 (sequence 24)
Language
German
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„Der Aufenthalt in Stuttgart war für seinen Verkehr und seine geistige Anregung sehr angenehm" (S. 69). ,,. . . Zusammentreffen im Juli, wo sie sich über Kunst und Kunsttheorie unterhielten. Kurze Zeit nacher zog Sch. in einem langen Briefe die Summe des {Joetheschen Geistes. Dadurch tilgte er den alten Widerwillen Goethes gegen sich vollständig" (S. 61). „Die beiden Dichter . . . befleißigten sich jetzt großer und würdiger Kunstwerke" (S. 63). ,,, . . Goethe und Frau von Stein erleichterten ihn (Sch.) so gut sie konnten" (S. 68). ,,Eine Bekanntschaft anderer Art sollte Sch. noch am Ende des Jahres machen. Da kam nämlich die berühmte Schriftstellerin Madame de Stael . . . nach Weimar. Die lebhafte Französin, die es gerade auf die Weimarer Dichter abgesehen hatte . . ." (S. 74). ,»Schiller . . . war . . . ein recht praktischer Mensch in jeder Beziehung. So sehr er den Idealen lebte, so sehr war er sich auch bewußt, daß das Leben einen sehr realen Hintergrund hat" (S. 81). „Jedes einzelne (Drama) vertritt einen bestimmten Gedanken, allen gemeinsam ist die hohe Begeisterung für Freiheit, Tugend, Unsterblichkeit. Diese Ideen sind in den Zeitumständen bis zu einem gewissen Grade begründet"*) (S. 97). „Die fertigen Szenen pflegte er seinen Freunden im Dichterklub vorzulesen" {S. 100). Aus der Inhaltsangabe der „Räuber": „Den Bruder selbst treibt er . , . auf die Laufbahn eines Räuberhauptmanns" (S. 10n. ,,. . daß Sch. mit seinen ,Räubern' den rechten Ton getroffen, das bewiesen ihm schon die ersten Aufführungen . . ." (S 102). „,Kabale und Liebe* ist von außerordentlicher Wirkung auf dem Theater, weil es sehr realistisch gehalten ist. . . . Während Sch das Böse geißelt und sein Strafgericht darüber ergehen läßt, ist es den Modernen* darum zu tun, lediglich die Tatsachen recht kraß zw schildern und ein möglichst getreues Abbild der Natur zu geben. Daher kommt es, daß gerade der Schluß, an dem der Leser (soll wohl heißen: Lehrer?) eine gewisse Versöhnung und Ausgleichung erwartet, in den modernen naturalistischen Dramen völlig unbefriedigt läßt" (S. 104). „Und das frohe Bewußtsein, daß er sich jetzt des dramatischen Organs bemächtigt habe und sein Handwerk verstehe" <S. 114). Aus der Inhaltsangabe der „Jungfrau von Orleans": . . da tritt der König aus der Kirche und auch ihr Vater Thibaud. Es erfolgt eine Katastrophe. Der Vater erklärt die Tochter für eine Zauberin" (S. 114), „Eine Aufführung des Stückes ist wegen des vielen Operettenhaften Elements*), zumal am Schluß, nicht leicht'" (S. 125). Über die „Romanzen und Balladen": ,,Sie sind dramatisch ungemein belebt und zeichnen sich durch Objektivität der Darstellung*) aus" (S. 137). An dieser Stelle vergaß Verfasser offenbar, sich beim Schreiben etwas zu denken. ,,Er (der Idealismus Schillers und Kants) ist die Folge der christlich-evangelischen Lebens- *) Von uns f esperrt. 384

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