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  1. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 43

    43 F demselben eine sehr große Synagoge, in welcher die Meister nach ihren verschiedenen Fächern ihre besonderen Sitze hatten, nämlich Gold-, Silber-, Eisen- und Kupferschmiede, dann Weber u. dgl. Wenn ein fremder Handwerker hinkam, setzte …

  2. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 44

    …ndwerk streitig zu machen, indem man dem Worte Sandalar die unrichtige und wunderliche Erklärung beilegte, nämlich »ein Alexandriner«. Der Beweis anderswo.) — — R. Dschaja, der Schuster. — — N. Chanina, der Schuster. — — Aba Dschaja Cobes, der Wäscher.…

  3. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 45

    Besitz- und Arbeitsfähigkeit der Israeliten. Von A. Kohn, Kreisrabbiner in Raudnitz. Agrikultur und Industrie haben in der neuern Zeit in Oesterreich einen ungewöhnlichen Aufschwung genommen. Die Ursache hievon liegt in dem Impulse der Regi…

  4. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 46

    46 und zur Viehzucht besonders geeignete Gegend angewiesen. (Gen. 47, 6.) Joseph selbst war es, der durch seine weise Verwaltung die Bodencultur in Egypten auf eine früher nicht gekannte Stufe der Entwicklung brachte. Von dem Momente seines…

  5. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 47

    47 ein Land des Bades und der Weinberge, etn Land der Oelbämne und des Honigs . . .« Also nicht ein zum Handel, sondern ein znm Feldbau geeignetes Land glaubte er Israel anbieten zu müssen, um es zum Absatt zu verlocken. Und als Nabukadneza…

  6. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 48

    48 wörtlich und wurde für jede ihm zugefügte Unbill zur strengen Rechenschaft gezogen. Mit welcher Pietät muß nun der Jsraelite an seinem Felde hängen, das ihm durch die Religion so warm ans Herz gelegt und auf die Seele gebunden ist! 2. Be…

  7. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 49

    49 %ob. 28, 26) und 2. die Bikurim und Erstlinge aus ganz Palästina im festlichen Zuge nach Jerusalem gebracht wurden. Dieser Zug wird uns im Traet. Bikurim Abschn. 3 in folgender Weise geschildert: »Wenn der Erntemonat Nissan vorüber und d…

  8. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 50

    50 1 Wochenfest wird(Erod. 23, 16) ausdrücklich Chag hakozir, Erntefest, genannt. Ebenso ist das dritte Hauptfest der Israeliten, das Sukotfest, nichts Anderes als ein landwirthschaftlrches; denn so heißt es (Lev. 23, 39): »Am fünfzehnten T…

  9. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 51

    51 Gott, bringet mir den Omer am Pessach, auf daß gesegnet werden eure Früchte auf dem Felde. Und warum befiehlt das Gesetz die zwei Brode am Wochenfeste zu bringen? Weil das Wochenfest die Obstzeit ist, darum spricht Gott, bringet mir zwei…

  10. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 52

    …r wohl bestellt, verdient des Brodes satt zu werden.« Noch nachdrücklicher wird diese Pflicht uns im Talmud eingeprägt. Resch Lakisch sagt (Sanhodr. 58, d): »Wer sich der Feldarbeit wie ein Knecht hingibt (d. h. wer seinen Boden selbst bearbeitet), der …

  11. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 53

    Kollin veranstaltet, bei welcher unter anderen beschlossen wurde, einen alle Israeliten Böhmens umfassenden Ackerbau- und Handwerkerverein zu gründen, zu dessen schleuniger Realisirung fünf Rabbiner mit der wichtigen Mission betraut wurden,…

  12. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 54

    54 tigt, ist die in dem ihm zugewiesenen Kreisrabbinatsbezirk selbst geschöpfte Ueberzeugung, wo von 898 israelitischen Familien 106 mit Feldbau sich beschäftigen, und dieser Kreis ist nicht derjenige, der die meisten israelitischen Landwir…

  13. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 55

    55 Ertrag des Augenblicks im Auge hat, und eher gesinnt ist, die Zukunft der Gegenwart zu opfern. Das von gutem Erfolg begleitete Beispiel konnte nicht ohne anregende Rückwirkung bleiben, und die Bauern, die Feinde der Neuerungen und der Ma…

  14. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 56

    56 vernachlässigt haben konnten, beweist der Umstand, daß sie bei ihrer gänzlichen Jsolirtheit von den übrigen Völkerschaften durch den täglichen Bedarf aller Arten von Haus-, Feld- und Kriegsgeräthschaften zu deren Selbstanfertigung gezwun…

  15. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 57

    57 beit ermahnt wird in beit Sprüchen Salomons (10, 4; 12, 24,.28 u. a. nt.), von denen wir nur die eine bezeichnende Stelle hervorheben (22, 29): »Siehst Du einen in seiner Arbeit geschickten Mann, vor Könige möge er sich stellen.« Noch kl…

  16. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 58

    58 Joseph Wertheimer im Jahre 1840 gegründete Handwerkerverein leistet Großartiges. Seit der Zeit seines Bestehens sind 527 israelitische Jünglinge auf seine Kosten zu tüchtigen Handwerkern herangebildet und 274 als Gesellen entlassen worde…

  17. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 59

    59 Handwerk unter den Juden. Eine Skizze. Bon G. Mols. Es ist noch nicht lange her, daß man bei der Behandlung dieses Gegenstandes die humanistische Seite mehr im Auge hatte, als die wissenschaftliche. Damals galt es dafür zu kämpfen, daß e…

  18. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 60

    60 Handwerk erst dann beginnen konnte, nachdem mau erfunden hatte, wie das Eisen, das wichtigste der Metalle, zu schärfen ist. Unsere alten Weisen halten diese Erfindung für so bedeutend, daß sie den Ursprung derselben auf beu Schöpfer selb…

  19. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 61

    61 selbe finde: sich auch später wiederholt, als Moses dieses dem Volke mirtheilt und den Bezalel als den künftigen Werkmeister bezeichnet. Da führte er noch eine hervorragende Eigenschaft desselben an: daß Gott demselben auch die Gabe gege…

  20. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 62

    62 weben, Dessin zeichnen *), Posamentirarbeiteu u. s. w. Zur Bereituna des Räucherwerkes gehörte auch pharmaceutische Wissenschaft. Die Werkzeuge finden sich allerdings nicht dabei angegeben. In den Propheten werden einige genannt; Senkble…