Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 87)
- Language
- German
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43 F demselben eine sehr große Synagoge, in welcher die Meister nach ihren verschiedenen Fächern ihre besonderen Sitze hatten, nämlich Gold-, Silber-, Eisen- und Kupferschmiede, dann Weber u. dgl. Wenn ein fremder Handwerker hinkam, setzte er sich zu den Meistern seines Faches, welche für seine Nahrung und die seiner Familie sorgten. — Diese Art Versorgung umfaßte alle armen Handwerker in ganz Israel. (Sukaöl, b. Tosifta ibid. Ab sch. 4.) Man pflegte nach Jerusalem berühmte Meister oder ihre Werke aus Alerandria zu holen, nämlich Bäcker und Würzer, dann Thüren aus corinthischem Erz zum Tempel, die wie Gold glänzten (Joma 38, a), Zimbeln zur Musik des Tempels und Mörser. (Arachin IO, b.) Wir haben bereits gesehen, wie die Mischnah-Lehrer es verlangten, daß auch neben dem Studium der Religionsgesetze ein ernährendes Handwerk getrieben werde. So heißt es auch in einer Mischna (Aboth 2, 2): »Jedes Religionsstudium, welches nicht mit der Ausübung eines Handwerkes verbunden ist, kann nicht von Dauer sein.« — Wir wollen nur einige alte Lehrer, unter welchen auch sehr berühmte Namen sich finden, herrechnen, die zugleich Handwerker waren, und werden sie nach den verschiedenen Fächern ordnen. — Es waren gewiß noch sehr viele derartige Lehrer, die aber nicht ausdrücklich als Handwerker bezeichnet werden. Metall-Arbeit: Rabbi Jehoschua, Sohn Chananja's, fabricirte Nadeln. (Pachmi.) Er war zugleich Vorsitzer des höchsten Landesgerichtes. — — Rabbi Jizchak Nepacha, ein Eisenschmied. (Gegen einen neuern Versuch ihm dieses Handwerk streitig zu machen, indem man dem Worte Nepacha eine unrichtige Erklärung beilegt, nämlich, daß er von einem Orte war, der so geheißen. Der Beweis anderswo.) — — Der berühmte Lehrer und Vorgesetzte der hohen Schule zu Tiberias, Rabbi Jochanan, war der Sohn