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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 46

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
Date
1856-01-01
Page
Seite 46 (sequence 90)
Language
German
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IRI
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46 und zur Viehzucht besonders geeignete Gegend angewiesen. (Gen. 47, 6.) Joseph selbst war es, der durch seine weise Verwaltung die Bodencultur in Egypten auf eine früher nicht gekannte Stufe der Entwicklung brachte. Von dem Momente seines Eintrittes in das Land Kanaan war Israels Bestimmung klar ausgesprochen, es sollte ein ausschließlich ackerbautreibendes Volk sein; das geht schon aus seiner politischen Verfassung, die eine rein agrarisch-öconomische war, zur Genüge hervor.« Nach Anzahl der Namen und nach der Größe der Familien sollte das Land eingetheilt werden.« (Num. 26, 52—54.) Es sollte also Jeder so viel Grund und Boden haben als nothwendig war, ihm hinreichende Nahrung und Beschäftigung zu bieten. Um dem Elende des Pauperismus und der Uebermacht der Geldaristokratievorzubeugen, durste kein Grundstück veräußert werden, und selbst im Nothfalle durste kein Verkauf aus ewig, sondern nur eine Verpachtung auf längstens fünfzig Jahre geschlossen werden. (Talm. Erachin 30. bu.TorathKohaniin Behar.) »Grundstücke sollen nicht auf ewig verkauft werden, spricht der Herr, denn mein ist das Land, und Ihr seid nur Fremdlinge und Beisassen bei mir.« (Lev. 25, 23.) War nun Jemand so herabgekommen, daß er sein Erbeigenthum angreifen mußte, so konnte doch die Hoffnung ihn trösten: »am nächsten Jubeljahre wieder Herr seines Besitzes zu werden.« (Lev. 25, 14.) Auch bei den Nachbarvölkern galt Israel als ein dem Landbau mit Leib und Seele ergebenes Volk. Denn als der assyrische Feldherr Rabschakeh dasselbe zum Abfalle von seinem Könige Chiskijahu und zürn Uebertritt zu Sanherib bewegen wollte, sprach er folgende Worte (Kön. II. 18, 31, 32.): »höret nicht auf Chiskijahu, denn so spricht der König von Assur: Ergebet Euch mir und kommet heraus zu mir und esset jeglicher von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum, und trinket jeglicher das Wasser seines Brunnens, bis ich komme und Euch bringe in ein Land wie euer Land, ein Land des Korns und des Mostes,

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