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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 225

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 225 (sequence 238)
Language
German
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225 ״ שבט מישר שבט מלכיתךScepter der Gerechtigkeit ist deines Königthums Scepter," אהבת צדק ותשנא רשע על משחך אלהיט P ״Du bist der Gesalbte Gottes, denn du liebst Gerechtigkeit und hassest Frevel," — so fühlen, so sprechen, so rufen einmüthig aus die vielen Millionen Bewohner unseres großen Kaiserstaates. Aber nicht blos Gerechtigkeit ist das herrliche, kostbare Diadem, welches die Herrscherkrone unseres Kaisers schmückt, nicht Gerechtigkeit allein ist die hohe Tugend, welche seine väterliche Regierung ausgezeichnet, wie die Diener des Königs von Aram von den Königen Israels sprachen: הנה נא ״ שמענו כי מלכי בית ישראל כי מלכי חסד הטWir haben vernommen, daß die Könige des Hauses Israel Könige der Milde sind" (Könige I, 20, 30.), so hat auch die Geschichte dem glorreichen Herrscherhause Oesterreich's diesen Ehrennamen zuerkannt, מלכי חבד הם, sie sind Könige der Gnade und Milde, und vollends unser erhabener Kaiser, unser allgeliebter Herrscher, von ihm gilt wahrlich in des Wortes vollster Bedeutung, מלך חטה הוא, daß er ein König der Gnade und Milde ist, daß er in väterlicher Liebe sein Reich regiert, daß er ein treuer Vater seinen Völkern ist, daß das schöne Wort ״Landesvater" seinen Thaten der Milde und Gnade ganz und voll entspricht. Soll ich, ist es nöthig hier anzuführen solche Thaten der väterlichen Huld unseres allgelieblen Kaisers? O, sie sind zu bekannt, ihr kennet sie ja, wir alle erfreuen uns der väterlichen Huld unseres allgeliebten Landesvaters, aber eine That der Milde, eine That seines edlen Herzens sollen wir doch am heutigen Kaiserfeste hier an geheiligter Stätte uns vergegenwärtigen. Als jüngst eine große, blühende Stadt des Reiches durch brausender Fluthen Macht in Trümmer sank, und Unglück, grausiges Unglück über Tausende der Landeskinder hereinbrach, wer erschien der Erste als Helfer, als Tröster? Der Kaiser, der Kaiser Franz Josef selbst eilte hin an die Unglücksstätte, sein väterliches Herz trieb ihn hin, um zu trösten, zu helfen, die Gebeugten wieder aufzurichten, und die Thränen, welche in seinen Augen R ah mer, Israelitisches Predigt-Magazin. V. Jhrg. Heft 3 u. 4. 15

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