Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 243)
- Language
- German
- Belongs to
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230 da sucht er zu helfen, da eilt er oft selbst herbei um Einsicht zu nehmen; und wie sein Herz theilnahmsvoll, so ist auch seine Hand offen, um in wahrhaft kaiserlicher Weise zu geben und zu spenden. Mehr aber noch als diese Liebe und Treue ist seine Gnade zu würdigen und anzuerkennen. Die Gnade ist das Vorrecht des Monarchen, und wahrlich, wenn je, so gilt es vom Kaiser Franz Josef I. ״ והוכן בחסד כפאer hat auf Liebe und Gnade seinen Thron begründet" (Jes. 16,5). Es gibt keinen Monarchen, der mehr und öfter ״eherne Thüren zerbrochen und eiserne Riegel gesprengt" (Ps. 107,16) wie der Kaiser von Oesterreich; zu seinem unsterblichen Ruhm gehört es ״ עבור על פשעSünden zn vergeben und Verbrechern zu verzeihen." Und weil er liebevoll und gnadenreich ist הפד ואמת יצרו מלך (Spr. 20,28) ״bewachen die Liebe und Treue des Volkes den Monarchen" und wie jener deu!sche Fürst, könnte er^ unbesorgt fein Haupt in den Schooß eines jeden seiner Unterthanen legen. II. Ich habe aber noch eines anderen Momentes zu gedenken, das Euch zunächst angeht. Zu den wesentlichsten Verdiensten der Urgroßmutter unseres Monarchen, der großen Kaiserin Maria Theresia, gehört es, daß sie das gesammte Unterrichtswesen verbesserte. Welchen Aufschwung aber hat das Schulwesen, von unten bis oben, unter der Regierung unseres jetzigen Kaisers genommen! Wenn es wahr ist, daß Wissen Macht ist, — und wer wird die Wahrheit dieses Satzes anzweifeln oder gar bestreiten wollen — so wird man zugeben, daß die Bedingungen zur Macht in unserem Vaterlande in vollstem Maße vorhanden sind. Es ist in Oesterreich jetzt jedem die Gelegenheit geboten Vieles und gründlich zu lernen. Der Staat, jedes einzelne Land und die Gemeinden bringen für die Schule Opfer, wie man sie in solchem Umfange früher nicht kannte. Jeder von Euch wird nur sich selbst an- Luklagen haben, wenn er die ihm gebotene Gelegenheit nicht