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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 226

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 226 (sequence 239)
Language
German
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226 perlten, als er die früher so blühende Stadt in ihrer Ver- Wüstung sah, sie zeigten die Größe des Edelsinnes seines kaiserlichen Herzens. In all' diesen Großthaten der Gerechtigkeit, Huld, Gnade und Milde steht unserem Kaiser liebreich seit fünfundzwanzig Jahren zur Seite die durch hohen geistigen Seelenadel und durch körperlichen Liebreiz geschmückte Kaiserin; — wie der Kaiser ein treuer Landesvater seinen Völkern ist, so waltet die Kaiserin als treue, liebevolle Landesmutter mit mütterlicher Hingebung im Reiche, wie der Kaiser mit männlicher Kraft und Ausdauer sich den hohen heiligen Regentenpflichten in seinem großen, gottgesegneten Reiche ganz hingiebt, so übet die Kaiserin in edler Weiblichkeit die schönsten Werke der Liebe, darum schaären sich auch heute zur silbernen Hochzeitsfeier Ihrer Majestäten alle Völker der österreichisch-ungarischen Monarchie in Liebe und Treue um den erhabenen Herrscherthron, darum ist dieses Kaiserfest ein freudiges Familienfest aller Bewohner des großen Kaiserstaates. Und wir, g. Festgen., die wir uns zu der am Sinai geoffenbarten Lehre bekennen, zur Religion, welche der Menschheit die höchste Erkenntniß von der Einheit Gottes brachte, wir erscheinen hier im Hause Gottes am heutigen Feste erfüllt von doppelt freudigen Gefühlen; unter der Regierung unseres glorreichen Kaisers ist endlich zur Wahrheit geworden der Ausspruch eines andern jüdischen Sängers, der die Großthaten seines Königs besingt, der Ausspruch: 'ואנחנו בשם ה אלהינו מכיר (Ps. 20. 8.) ״des Namens des Ewigen, unseres Gottes rühmen wir uns." Wir Israeliten waren seit Jahrtausenden des Namens unseres Gottes eingedenk, haben den Namen unseres Gottes seit Jahrtausenden als unser Panier hoch erhoben, aber daß wir das frei thun können, ohne Verkümmerung, Beeinträchtigung und Zurücksetzung, daß wir das frei thun können vor den Augen unseres Kaisers, daß wir als Juden seinem Herrscherthrone als vollberechtigt? Staatsbürger uns nahen dürfen, daß wir in die große Völckerfamilie des Reiches als gleichberechtigte Söhne des Valer-

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