Mannheim
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187419241975
  1. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 180

    echt menschenwürdigen Anschauungen sollen wir hingehen zur Feldarbeit des gesammten Lebens? Der Prophet gibt uns eine Antwort, die im Hinblick aus den heutigen Tagen zu ihrer vollen Berechtigung gelangt. Er schildert den Glückszustand des M…

  2. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 181

    181 Menschenarbeit in ihren kleinsten und größesten Kreisen zu unserer Belehrung und Erhebung in ihr richtiges Licht zu stellen. Es ist dies derselbe Gedanke, den der Prophet ausgesprochen, und er gewinnt dadurch an Wahrheit und Festigkeit,…

  3. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 182

    182 Sonnenbrand seinen Acker bestellt, wenn er die Erde gelockert, die Furchen gezogen, die Beete erhöht, wenn er den Samen mühsam gesichtet, vorsichtig gestreut, wenn er die Erde deckte und sie gedüngt, und dann der Samen in der Erde verdo…

  4. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 183

    183 heftet, wenn Frieden und Ruhe von ihm verscheucht werden, dann hat er Schrecken sich selbst erzeugt. Und so, meine Theuren, kann jede Arbeit in jedem Berufszweige, jede Mühe der Menschen eine erfolgreiche und geglückende, eine erfolglos…

  5. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 184

    184 Leben hängt zwar nicht von diesen an sich nicht vorhandenen Mächten, wohl aber von der Gnade des Unsichtbaren ab, der in jenen scheinbaren Mächten waltet? Wie wenig kann der Mensch trotz seines Wissens vorher bestimmen, wie unsicher sin…

  6. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 185

    185 Segensfülle zu rechter Zeit, in reichem Maaße, laß die Saaten sich erfrischen, daß die Aehren stolz sich heben und sich mit Körnern beladen, laß die Bäume ihre Adern mit deinen Sästen füllen, daß sie sich mit Laub bedecken und Blüthen s…

  7. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 186

    186 Vergangenhenheit, kann nur erregt werden durch das, was in's Dalein ist getreten. Vom Gestern und Heute aber wendet der Sterbliche sofort seinen Blick, sein Denken dem Morgen zu! Befürchtungen, Schwanken und Zagen aber bringt die Vorsch…

  8. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 187

    187 der an weitentlegenen Orten herrschende Ueberfluß! Wozn nun beten wir um Etwas, das verhältnißmäßig gleichgiltig und wirkungslos uns ist geworden? Wohl, m. Th., entspricht dieses Gebet vor Allem dem Bedürfen und der Anschauungsweise der…

  9. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 188

    188 m. Th., ist es allein eine Nückerinnerung an das Stammesland und an die Lebensweise der Stammeseltern, die alljährlich uns am heutigen Tage mit dem Gedanken der Gotteskraft, welche im Regen sich offenbaret, beginnen läßt? Nein, m. A.! 9…

  10. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 189

    189 und voller ihren Dank künden alle anderen Stände. Nicht fehlzugehen «!einen wir, m. A., wenn den Grund hierfür wir im Folgenden erblicken. Ist reichgesegnet die Ernte, dann giebt um geringeren Preis der Ackersmann hin seines Feldes Ertr…

  11. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 190

    190 Bedeutung. ג־ מפתחות בידו של הקב״ה שלא נמסרו ביד שליה ״Drei Schlüssel sind in der Hand Gottes verblieben, die keinein Boten er anvertraut hat." Unmittelbar aus Gotteshand empfangen wir diese Gaben, sie, die Grundlagen unseres Seins. Her…

  12. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 191

    j91 Menschenleben! Nicht ein bloßes Bild bleibt es dem Denkenden: Gottes Odem belebt den Menschen — Gott erwecket zum Dasein! Gleich des Feldes Frucht und doch ungleich höher, denn Jenes steigt aus zunl Sein und Vergehen, der Mensch zum Leb…

  13. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 192

    192 wie Gott erhält das Leben, wie er aus dem Dunkel der Erde das Todtgemeinte erwecket zu neuem Lichte, zu ewigem Leben. Lasset fordern uns von Gott Regen zur Zeit des Spätregens! Erhaltung erflehen wir von dir, Gott, Spender des Lebens, f…

  14. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 193

    193 Ms von Neuem wir begonnen haben in öffentlicher Versammlung zu lesen dieses Buch, das ein Quell des Trostes ist dem Trauernden, ein Halt dem Schwachen und dem Wankenden, das Belehrung spendet und Erhebung jedem Irdischen in allen Tagen …

  15. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 194

    194 bestimmt eher den Weg der künftigen Geschlechter, als der frommgesiniiteu Frauen Israels? denen ja auch Moses erster Aufruf galt, weil ״ שהיו מנהיגיץ בניהן לתורהsie ihre Kinder anleiten zu wandeln des Gesetzes Weg", die Bahn des Rechtes…

  16. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 195

    — 195 ber Jahre bilden einen Schritt im Menschenleben, ein jeder Abschnitt solcher Dauer pflegt eine Wandlung herbeizuführen in unsenn Denken, Wesen und Charakter. Zwölf solcher Stufen führten unfern großen Meister von der Wiege bis zum Gra…

  17. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 196

    196 lief unten zu ihren Füßen die Grabstätte zu liegen, und die unten Stehenden sahen sie hoch über sich — und so ward bestätigt der Ausspruch der Schrift: Kein Mann kennt sein Grab!" Nichts Anderes verhüllet sich in diesem Gleichnisse: Es …

  18. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 197

    …p) deiner Ge? setze, und die Folge wird sein, das ich sie wahren" und beobachten werde im Leben. Auch der scharfsinnige Rabbi Akiba, dem sich die übrigen Gesetzeslehrer anschlossen, stellt den Satz auf תלמוד גדול שהתלמוד מביא לידי בעשה (Kidn.40d.) ״Di…

  19. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 198

    198 fertigung der Stiftshütte von Gott erwählt wurde (Exod 35,3) ״ וימלא אותו רוח אלהים בחכמה ובתבונה ובדעתEr erfüllte ihn mit dem Geiste Gottes, mit Weisheit, Verständniß und Wissen," und dann erst ״ ובבל מלאכהmit der Durchführung jeder Ar…

  20. 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 199

    199 I M. A.! ״Der Reiche soll nicht mehr und der Arme soll nicht weniger geben als einen halben Schekel zur Hebe des Ewigen." Nicht auf die Fülle der Habe oder der irdischen Güter, über die der Einzelne im Leben gebot, sondern auf die Güter…