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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 187

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 187 (sequence 27)
Language
German
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187 der an weitentlegenen Orten herrschende Ueberfluß! Wozn nun beten wir um Etwas, das verhältnißmäßig gleichgiltig und wirkungslos uns ist geworden? Wohl, m. Th., entspricht dieses Gebet vor Allem dem Bedürfen und der Anschauungsweise der Zeit, in welcher es entstanden, den Lebensbedingungen des Landes, für dessen Bewohner cs zuerst ist bestimmt worden. ״Denn das Land, in welches du kommst, es in Besitz zu nehmen, so lautet die Schilderung des Gottesbuches, ist nicht wie das Land Aegypten, aus dem ihr ausgezogen." Dort mußtest du die Saaten selbst bewässern, wie einen Gemüsegarten. Ihr ziehet aber in ein Land voll Hügel und Thäler, ״ לממד השמים השהה מיםdas vom Regen des Himmels trinket das Wasser." Und darin erblickt die hl Schritt die Fürsorge des Ewigen, ״daß Gottes Auge stets wachet darüber vom Anfänge des Jahres bis zum Jahresschlüsse." Mit Sehnsucht erwartet der Landmann den befruchtenden Regen, zumal in den Gegenden, wo bestimmte Regenzeiten vorherrscheu, wie in Palästina, das ganze Jahr hindurch blauet der Himmel und Regengüsse sind seltene Erscheinungen. Ist in den Regenmonaten nicht die genügende Wassermenge der Erde gespendet morden, dann drohet Dürre und Mißwachs als unausbleibliche Folge. Unter solchem Klima und bei einem Volke, das in hervorragender Weise ein ackerbauendes war — da jede Familie mit Landbesitz ansgestattet worden, — kann es nicht Wunder nehmen, daß angeordnet worden מלכיריץ ״ גבורות בתחיית המתים ושאלה בברכת השניםDer Gottesmacht, die im Regen kund wird, soll Erwähnung geschehen in dem Segensspruche, der gedenkt des Wiederauflebens der Todten und erbeten wird der Regen, da Gott man preiset wegen der Segenssülle, die er in des Jahres Verlaufe uns spendet, da um diesen Segen man betet." Legen mir, m. A., vorerst den Nachdruck auf den zweiten Theil: Zugleich mit des Jahres Segen wird erfleht der Regen! Ja, ein gesegnetes Jahr kann der Landmann sich ohne des Feldes und der Fluren reichen Ertrag nicht denken! der Regen ist die Ursache, ist der Spender all des Segens und des Lebens! Doch,

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