Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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181 Menschenarbeit in ihren kleinsten und größesten Kreisen zu unserer Belehrung und Erhebung in ihr richtiges Licht zu stellen. Es ist dies derselbe Gedanke, den der Prophet ausgesprochen, und er gewinnt dadurch an Wahrheit und Festigkeit, er wird dadurch ein Festgedanke, der den Abschluß der religiösen Ent- Wickelung bildet, welche mit dem Neujahrsfeste begonnen hat. Und wirklich wie ein Spiegelbild ist dieser Schlußgedanke dem Anfangsgedanken ähnlich das Neujahr zeigte uns das Bild des הימלך, des einzigen Wesens, das majestätisch lenkt und richtet, das עצרת zeigt uns das Bild des Einzigen, der ET,״ גשם נדברת תניף אלדder des Regens Segen allein der Erde spendet wie jener Tag nur einer, so ist auch dieser nur einer, wie jener seine Weihe hielt durch das Opfer eines Stieres, eines Widders und sieben Lämmer, so ist auch das Schlußsest geweiht durch einen Stier, einen Widder und sieben Lämmer, wie jener eine Stier das Sinnbild des einen Richters, so diese das des einen Gegners, wie jener Widder das der einen Hingebung, dieser das der einen Rettung, wie jene Lämmer, das Bild der gelammten Menschheit, die gerichtet, so diese das Bild der gesammten Menschheit, die gesegnet wird. So steht also wirklich das Schlußfest da wie ein himmlischer Priester, der seinen Segen des Einzigen über Israel und die Menschheit ausspricht. Der Festgedanke wird aber auch ein Leitgedanke, daß eben nur Gott der allein Segnende ist, daß nur von seiner Hand die glückliche Vollendüng jedes Werkes stammt, das sollen wir auch beherzigen vor und bei unserer Arbeit. II. M. Theuren! Die Ziele, die wir bei jeder Arbeit erstreben, sind doppelte, daß die Frucht unserer Mühe reife und daß sie uns zum Wohle gereiche. Eine Qual, ein Fluch aber wird die Arbeit des Lebens, wenn ihre Früchte ausbleiben oder kümmerlich sind oder wieder geraubt werden, wenn aus den Früchten Unheil und Schrecken entsteht. Wenn der Landmann im Schweiße des Angesichts unter Windessturm oder