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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 189

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 189 (sequence 29)
Language
German
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189 und voller ihren Dank künden alle anderen Stände. Nicht fehlzugehen «!einen wir, m. A., wenn den Grund hierfür wir im Folgenden erblicken. Ist reichgesegnet die Ernte, dann giebt um geringeren Preis der Ackersmann hin seines Feldes Ertrag. Hat Dürre und Mißwachs weniger ihm in die Scheuer geliefert, dann n!uß ein höherer Preis wenigstens ausgleichen den Verlust. Geringer ist der Schaden, den der Landrnann da, als den die andern Menschen erleiden. Hungersnoth — oder in der durch die leichtere Ausgleichung gemäßigtere Form: Theuerung — trifft empfindlicher alle die, welche kaufen, als welche ernten das Brod. Dazu verspüren Handel und Wandel sofort aller Orten die Bedrängniß. Der Verkehr wird geringer, dem Handwerker die Arbeit gemindert. Ja, auch wir noch flehen um Nahrung, פרנסה, um Ermöglichung und Erleichterung unserer Ernährung, wenn von Gott mir erbitten des Regens Fülle zur rechten Zeit und zum Segen. Denn noch immer wurzelt der Menschheit Bestehen und Gedeihen darin, daß des Landmanns Mühen ein gottgesegnetes iü. Unser Ausschwung und unser Niedergang wird von des Ackerbaues Schicksale bedingt. Es ist also, m. A., גבורות גשמים, die göttliche Macht, welche Bestehen und Nahrung spendet durch den Regen, deren wir gedenken. Es ist das alltäglichste und doch höchste aller Wunder, welches damit von Gott wir heischen, daß er fernhalte den Mangel, Hunger und Darben unfern Häusern, daß er segne unser Händewerk, damit wir erhalten uns und die Unsern, damit in voller Kraft und Gesundheit wir leben vor unserm Gott! II. ״Erbittet R gen von Gott zur Zeit des Spätregens." I. A. V.l Der Regen ist uns das Sinnbild des Fruchter- Weckens. Er bedeutet uns Nahrung, Gedeihen, Erhalten des Lebens! Und hieran, n!. Th., knüpfen sich dem Judenthume Betrachtungen, welche weitere Kreise und Geschichtspunkte umfassen, welche dem heutigen Tage das ernstere Gepräge verleihen und seine Gedanken erheben zu weiterer und höherer 4

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