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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 195

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 195 (sequence 35)
Language
German
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— 195 ber Jahre bilden einen Schritt im Menschenleben, ein jeder Abschnitt solcher Dauer pflegt eine Wandlung herbeizuführen in unsenn Denken, Wesen und Charakter. Zwölf solcher Stufen führten unfern großen Meister von der Wiege bis zum Grabe. Jedoch nicht hat er gewandelt und geändert sich — kindlich!,ein ist er geblieben durch sein ganzes Leben; auswärts wohl hat es ihn geführt, höher stieg er in Gesittung und Erkenntniß — doch unverändert trieb sein Wesen, stets war makellos sein Wandel. Wie bei seiner Geburt der Mutter Aug' ihn fand ״ כי טיבgut und ohne Fehl," so erhielt er bis zum Tode ״ לא כהתה עינו ולא נם לסהWiedes Körpers, so ward auch des Geistes Auge, die Seele ihm nicht trübe und nie floh ihn der ungetrübte, reine Sinn, deshalb durfte bei seinem Scheiden die Schrift ihn nennen ohne Gleichen,'אשר ידעו ה ״den Gott erkundet, der den Ewigen erkannt" in allen Wegen. Daß sogar wenig Moses hat gefehlt, daß kein Wanken und kein Schivanken uns an ihm entgegentritt, das zeiget ihn als echten, ganzen Menschen. Die Menschenwürde hat er sich stets gewahret — doch Uebermenschliches niemals erstrebt: כשעה שיעלה משה למרום אמרו מלאכי השרת ׳מה לילוה ״ אשה בינינוJa selbst damals, als zu dem Ewigen er sich erhob, um aus dem Himmelshöhen, der Gesittung, allen Rechtes Urquell für die Menschheit zn erringen, selbst damals frugen die himmlischen Heerschaaren: Was führt den Weibgebornen in unsere Mitte?" Selbst in dem Augenblick, in dem er völlig sich znm Ideal erhob, blieb er ein Mensch — der Sch ranfen sich bewußt, die dem Irdischen gezogen. עלית למרום ״ שבית שבי לקהת מהנות בארםDu stiegst zur Höhe, du machtest Menschen dir zu eigen, Gaben wurden dir zu Theil um des Menschen Willen — בשבר שקראוןז אדב לקהת ״ מתנותEben darum, daß sie dich Mensch stets nannten, langtest du der Hoheit Gabe". Weil voll und ganz ein MensM nichts weniger, er wollte sein, ist er zum Norbild geworden der gesammten Menschheit. ״Einst, so dichtet geistvoll eine alte Legende, sandte ein mächtiger Fürst Boten ab, zn erkunden, wo Moses begraben. Doch den in der Höhe Stehenden schien

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