Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616701-9619793-9619958--1302-9619996- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
198 fertigung der Stiftshütte von Gott erwählt wurde (Exod 35,3) ״ וימלא אותו רוח אלהים בחכמה ובתבונה ובדעתEr erfüllte ihn mit dem Geiste Gottes, mit Weisheit, Verständniß und Wissen," und dann erst ״ ובבל מלאכהmit der Durchführung jeder Arbeit." Oder wenn es 36,1 heißt: לדעת ״ לעשות את מלאכת עבודת הקדשdamit er wisse zu machen die Arbeit des heiligen Dienstes." Nur ein Mann, der im Reiche der lichtvollen Gedanken sich mit Verständniß sicher bewegte, konnte den Besehl Gottes durchführen und ein bedeutsames Werk in seiner echten Größe und Würde dein heiligen Dienste entsprechend schaffen. Zeigt so die Thora, wo es sich nur unr mechanische Fertigkeit handelt, ihre erhabene Auffassung von Menschengeift und Menschenthätigkeit, ihren hohen Standpunkt von dem rich- Ligen Gebrauch jeder That und Handlung nur in Verbindung mit Geistesgütern und Geistesarbeit, wie sehr muß dieses erst der Fall sein bei Anordnungen und Ge׳ boten, die ausgesprochener Maßen einen erhabenen Gedanken ausdrücken sollen, wie die Abgabe des halben Schekel, dessen Bestinunung die Schrift selber näher damit bezeichnet, er soll sein eine ״ תרומה ל'הeine gottgeweihete Hebe" ״ לכפר על נפשותיכםeine Sühne für die Seele"? Von der Schekelspende, die nach den Ausspruche unserer Weisen במה תרים ראש לישראל בבי תשא bestimmt war, den Geist Israels zu erheben?! Das Sein und das Wesen dieser Abgabe vom halben Schekel, die abzuftatten jeder Erwachsene in Israel verpflichtet war — denn so heißt es: העשיר לא ירבה והדל לא ימעיט ממחצית השקל לתת את תרומת ה' לכפר על ״ נפשתיכםDer Reiche soll nicht mehr und der Arme nicht weniger geben als einen halben Schekel, zu geben die Hebe des Ewigen, zu versöhnen auf euere Seelen" — wollen wir näher erörtern. Er will uns lehren: 1) Die Religion soll ihre Bekenner einen. 2) Die Religion soll ihre Bekenner versöhnen und durch richtig angewandte Mittel aufklärend einwirken.