Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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184 Leben hängt zwar nicht von diesen an sich nicht vorhandenen Mächten, wohl aber von der Gnade des Unsichtbaren ab, der in jenen scheinbaren Mächten waltet? Wie wenig kann der Mensch trotz seines Wissens vorher bestimmen, wie unsicher sind die Erfolge, auf die der Mensch rechnen kann, und wie gewaltig sind die Verhältnisse, die der Mensch zwar benutzen, aber nicht schaffen und lenken kann? Das rief auch Koheleth aus, als er sagte גם כל האדם אשר נתן לו האלהים עושר ונכסים והשליטו לאכול ממנו ולשאת את הלקו ולשמוח בעמלו זו מתת אלהם הוא•• — Unsere Weisen sagen: ״ הכל כידי שמים חוץ מיראת שמיםAlles steht in Gottes Hand außer der Gottesfurcht." Denn selbst die Arbeit, die wir als Eigenes betrachten, die Mühe, die wir selbst uns geben, außer dem freien Entschluß zu ihr, der ein Verdienst unserer Willensfreiheit ist, was ist sie, um sie als unser Eigenthum betrachten zu können? Der Körper mit dem wir arbeiten, wir haben ihn von Gott, der Verstand, mit dem wir planen, er ist Gottes Geschenk. Und vollends erst, wenn es sich um das Wohl der Kinder handelt, wenn es gilt ihr Glück zu begründen, wie viel daran ist selbit bei aller unserer Arbeit durch uns selbst zu bestimmen; wie bedürfen wir da des göttlichen Segens? Darum sagte der Prophet, nur die mühen sich nicht um Leeres, die zeugen nicht Schrecken, die genießen mit ihren Kindern den glücklichen Erfolg ihrer Arbeit, die von Gott gesegnet sind. Dies ist die Lehre des Rege n s, m. Theuren, der Gedanke, daß alle Arbeit des Menschen erst durch Gott ihren Segen erhält. Mit diesem 0686Ir6rr1:Gedanken, diesem Oeselrem-Trost, aber auch diesem 0686Ireu1-Nufe laßt uns nunmehr die Tage der Arbeit begrüßen. Laßt uns nur auf Gottes Gnade bauen und ihrer uns würdig zeigen. Amen! Du aber, o Allgnädiger, der du die Wolken hinauffährst und sie mächtig gestaltest, der du in deinen Schatzkammern sammelst die Schätze des segenbringenden Wassers, der du wunderbar die Meere gestaltet und die Tropfen zur Höhe ühreft, der du sie über die Länder führst und ausgießest den Strom ihrer fruchtbringenden Kraft, spende uns des Regens