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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 188

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 188 (sequence 28)
Language
German
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188 m. Th., ist es allein eine Nückerinnerung an das Stammesland und an die Lebensweise der Stammeseltern, die alljährlich uns am heutigen Tage mit dem Gedanken der Gotteskraft, welche im Regen sich offenbaret, beginnen läßt? Nein, m. A.! 9öem1 auch nicht mit der ursprünglichen Kraft, wie in jenen Tagen der Vorzeit, so will doch immer noch unserm Herzen entströmkn dieses Gebet, will es noch immer die Zusammenfassung bilden alles dessen, worum wir bitten müssen und bitten dürfen. Ist ja nicht erst seit heute und gestern die Wandlung geschehen, welche uns entführt dem Gewerbe der Vorfahren, welche uns entrissen den heimischen Boden, welche unabhängiger uud zugleich fremder uns gegenübergestellt hat der Natur. Das מתוך שהיא פרנסה קבעוה בברכת ״ פרנסהWeil der Regen die Ernährung ist, weil er die Grundläge bildet der Nahrung aller Menschen, darum wird die Bitte eiugeschloffen dem Gebet um Nahrung" — das hat Werth und Wahrheit sich bewahret für alle Zeiten und Länder und Verhältnisse. Ja, noch mehr, m. Fr.! Zwei Segenssprüche werden von unfern Weisen bezeichnet, welche beim Herniederströmen des befruchtenden Regens Gott gewidmet werden sollen. Der Eine kurz und einfach: ״ ברוך הטוב והמטיבGepriesen sei der gut ist und Gutes thut." Der Andere voller und weiter, beginnet מודים אנחנו לך על כל טפה וטפה ״ שהורדת לנוWir danken dir für jeden einzelnen Tropfen, den du hernieder uns gesendet," und nun folget die volltönende, in unser Sabbathmorgengebet übergegangene Benedeiung: ״Wenn unser Mund voll des Sanges wäre, wie das Meer, vermöchten dich wir doch nicht genügend zu preisen ... bis: ״und jedes Knie muß dir sich beugen und jede Höhe dir sich bücken," und schließet: ״ בדוך אתה ה' אל ההודאותGepriesen seiest du, Ewiger, Gott dem aller Dank gilt." Wer nun dürfte nach eurem Dafürhalten, m. Th., verpflichtet sein, die reichere, dankerfülltere Segensformel auszusprechen? doch wohl der Landmann? Aber weit gefehlt. Zu untererer Ueberraschung bestimmet unserer Lehrer Entscheidung, daß dem Ackerbauer der kurze Segensspruch obliegt, während lebhafter

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