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erst werden Sie dieser echt weiblichen Tugend in Ihrem ehelichen Leben bedürfen, wo der gegenseitigen Verständigung, der liebevollen Aus- und Zusprache ein solch' nicht M beseitigendes, mächtiges Hinderniß im Wege steht! — Um so größer wird…
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230 ״ ירבהEr giebt dem Matten Kraft, dem Ohnmächtigen mehrt Er die Stärke!" Amen. V. Rede zu einer goldenen Kochzeit. Von Dr. Roth, Rabbiner in> Könitz, W.-Pr. Eine seltene schöne Feier, eine goldene Hochzeitsfeier, vereint uns heute im Got…
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231 empor und freuen uns, daß das Paar alle Wechsel des Lebens bis hieher glücklich überwunden, und feiern diesen Tag mit als einen wahren Ehrentag und Jubeltag, sprechend: כי היית ״ עזרתה לי ובצל כנפיך ארנןDenn Du warst mir ein Beistand, u…
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232 nach einem langen, heißen, schweren Ringen um's Dasein sonnig und friedlich, erquickend und labend, behaglich und wohlig sein! — Der heutige Ehrentag ist für Euch das heilige Fest, der große Veisöhnungstag, der das Jubeljahr für Euch ei…
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233 des Allmächtigen zu bauen. Die Religion war der Stab, auf den Ihr Euch auf der mühseligen Pilgerfahrt gestützt, das Gottvertrauen die Burg, in die Ihr Euch vor den Stürmen und Aengsten geflüchtet. ״Unter dem Schatten seiner Fittige jube…
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234 Euch gelitten haben, und wenn ein Hauch von Wehmuth dabei sich in Euren Jubel mischt, verscheuchet ihn nicht, vergesiet die Vergangenheit nicht über der Gegenwart. Versüßet und verschönt durch zärtliche Liebe und Aufmerksamkeit den Lebe…
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235 großer Mann ist heut' gefallen!" Diese Klage, die einst ein König einem Helden nachrief, — der Mann hier ist ihrer vollkommen würdig. Edel und groß durch seine Stellung und seinen Rang war er nicht minder edel und groß durch seine Gesin…
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236 Wenn ich einen Zug nennen soll, der den Grundzug seines Wesens bildete und der alle übrigen erklärt, so ist dies jene höchste menschliche Tugend, die Wahrhaftigkeit. Er gab sich wie er war, und er war ehrlich durch und durch, er war ein…
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237 thäter kennt man ihn weit und breit. So hat er als Mensch, als Bürger, als Familienvater, als Mann seines Berufes in der That eine edle und große Persönlichkeit entfaltet. Kann es Wunder nehmen, daß ein solcher Mann auch ein treuer Beke…
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238 So erscheint sein Leben von jallen Seiten als ein abgerundstes, kräftig menschliches, als ein wirkliches Leben. Wie unser Wochenabschnitt die Schilderung von dem Tode Jakobs mit den .Worten einleitet ״ ויחי'יעקבJakob lebte", so kann man…
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239 Worte der Reinheit und Unschuld hervorhauchte, ist erstarrt; die Wangen, auf denen Engel des Friedens und der Unschuld zu lächeln schienen, sind bleich und entfärbt; das kindlich reine Herz,- das mit aller Gluth reinster Liebe liebte di…
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240 das Sittsamkeit so sanft umfloß wie Mondesschimmer, ein Kind, das Engel der Unschuld begleiteten auf dem Lebenswege, ein Kind, das, einer lieblichen Knospe gleich, ihre duftenden Kelche dem Lichte und dem Himmel erschloß: wie soll ich a…
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Zufall uns das liebe Kind entrissen, sondern daß es Gott genommen, der es uns gegeben, in sein ewiges Reich, wo ewige Freuden blühen vor seinem Antlitze. Sie war ja eine Engelsgestalt auf Erden, und weil sie das war und zu gut für diese Erd…
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242 Schmerzes sollen es sein, die wir weinen, sondern Thränen der Ergebung und des Dankes gegen Gott sür alles Gute, das er Dir und uns in Dir erwiesen! Die Blumen, die wir auf Dein Grab pflanzen werden, sollen uns tröstend zurufen: Es gieb…
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243 Der Jahre zehn wandelte es hinieden, das hier unten schlafende liebreizende Kind, diese anmuthige ״Lieblingspflanze", aber auch so sanft und hold, so glücklich heiter, so tugendreich und so bescheiden, so geistig frisch und klug und fro…
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244 Brust als inbrünstige Gebete gesendet haben? Und der billige Rath: sich in das Unabänderliche zu schicken, und der triviale: die Klagen erwecken die Todten nicht, es trifft uns Alle dieses Loos, diesen Weg, den wandeln wir Alle, — und d…
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245 — gehe zu. ihm". Soll ich meinem Gotte das Theuerste, das er mir anvertraute, nicht wieder anvertrauen? Und weil es aus dem irdischen Vaterhause ging, um in das himmlische zu wandern, das auch ich und wir Alle betreten werden, sollte ic…
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— 246 — den Gedanken, daß ihr theures Kind in Deiner Vaternähe weilet. Nimm sie, diese Schwergeprüften, unfi uns Alle in Deine gnädige Obhut, und schütze sie und uns vor fernerem Leid und Weh. Und dieser Grabeshügel werde ein neues Band, da…
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247 bitter, daß ich sie nicht fand:" (Hohelied 3, 1.) Zum dritten Male im Lause dieses an bitteren Erfahrungen so reichen Jahres finden wir uns zusammen an der Stätte der Wehmuth, um einer überaus traurigen Pflicht gebührend Rechnung zu tra…
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248 an Euch richte ich vornehmlich die Frage: Sollte es Euch nicht ähnlich ergangen sein, wie unserem leidgeprüften Stammvater? Gewiß, von unseren Eltern verlassen, von Allem, was uns lieb und theuer war, geschieden, verödet und vereinsamt …