Mannheim
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187419241975
  1. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 91

    91 ihren Mühen und Streben ist dennoch jede ihrer, wie s i e meinen, ganzen Leistungen doch nur eine halbe, doch nur ״ בקע לגולגלתein kleiner Bruchtheil" in dem ganzen, großen, göttlichen Weltganzen, das nur durch das gegenseitig sich ergän…

  2. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 92

    92 einander gefügt ist, daß selbst das Kleinste zur Wohlfahrt und zum Gedeihen des Ganzen mitwirkt, und daß wiederum das Wohlbefinden des Kleinsten eine Folge des zusammenwirkenden Ganzen ist. Unbewußt trägt Eines das Andere, und wird jedes…

  3. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 93

    Person, ist ein ״ כופר נפשוeine Sühne seiner Seele", denn was der Mensch weggiebt, das übt eine sühnende, d. h. eine versittlichende, von Eigennutz reinigende Kraft auf sein ganzes Seelenwesen aus. Wer sich nicht losreißen kann von seiner H…

  4. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 94

    94 lebendigen Vorbilder in Israels Geschichte verweisen kann. Fürwahr, ich spreche es mit wahrem Nationalstolz ans: Wenn es eine Tngend giebt, auf welche stolz Israel sein Haupt erheben kann, so ist es die Tngend, die ihn: den Namen ״ בני ג…

  5. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 95

    95 \ gangenheit darin nicht nach, daß es sein Haupt erheben und auf die Ernte Hinweisen darf, die der Genius der Menschenliebe in seiner Mitte unablässig hält, wie rege betheiligen sich stets unsere Brüder bei allen öffentlichen Sammlungen …

  6. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 96

    96 den Gottesaltar — aber dieses Handvoll des Armen ist sein Alles, dagegen Du Reicher, wie viel bleibt Dir noch nach diesen Tausenden? und Du willst Dich wundern, daß aus Gottes Wage ״ בשקל הקדשnach dem heiligen Gewicht" sein Handvoll Dein…

  7. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 97

    97 mit vollem Geiste und ganzem Gemüthe Du Deiner Steuer zum Heiligthum Dich entledigest, an den silbernen Füßen und an den von Gott wohlgefällig aufgenommenen täglichen Opfern der Gesammtheit habt Ihr Alle gleichen Antheil. Das, m. a. Z., …

  8. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 98

    98 Wollest Du, 0 Herr, Deines Antlitzes Licht uns sende׳.!. Dann wollen wir mit stets bereiten Händen Zu Deinem Weltentempel freudig spenden! Amen. II. Amaleks Kampf und unser Sieg. WredigL am Sabbats) Sochaur. Aon Rabbiner D1\ dl Scבוו in …

  9. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 99

    99 ließ, auf daß ihn Niemand könnt' betreten, einen bösen Hund darin als Wächter. Da durchbrach der Königssohn den Zaun, und nur durch des wachsamen Thieres Biß könnt' von dem Eindringen er zurückgehalten werden. So oft der König nun feinem…

  10. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 100

    100 I Auf dem Wege Israels, nt. A., hat es nie an Hinderern, wie an Gegnern gefehlt. Auch dürfen wir bei unserem Volke rächt scheiden geistige Entwickelung und äußere Machteittfaltung — denn Hand in Hand mit einander gehend, hob sich die ei…

  11. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 101

    101 gestoßen und verachtet sähest, niedriger gestellt, als die Niedrigsten der Niedrigen — sieh — auch da kam Amalek, und mit Schmeichelreden hielt er Dir entgegen Macht und Ansehen, Ehren und Vermögen! Kein Mittel der Versuchung blieb unve…

  12. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 102

    102 so steht das Auftreten dieses Feindes stets in Verbindung mit der Sünde Israels in Rephidim — מהו רפידים — שרפו ״ ידיהם מץ התורהdenn was kündet Rephidim? als daß Jsrael in seinen: Eifer ermattete, nachließ in seiner Beschäftigung mit de…

  13. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 103

    103 ftellungen vermögen sie jetzt nicht mehr den Juden an sich zu locken, auch nicht ihn als Kampfgenosse gegen seine Religion zu gewinnen durch die Befriedigung seiner Lüste. — Dieser Mittel hat sie die Zeit beraubt! Wer aber ist uns Bürge…

  14. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 104

    104 leks, mit Freude von ihm ausgenommen — Feinde Israels, fortan durch Euer Verschulden! An Euch sodann, denen obliegt zu belehren und zu leiten unser Volk, ergeht des זכור Kampfesruf: 'עת לעשות לה ״Es ist die Zeit gekommen einzutreten für…

  15. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 105

    N III. Die vier Parschijoth. Betrachtung am פלשת 8רה Von: Herausgeber. Die vier besonders ausgezeichneten Sabbathe, die ארבע ׳פרשיות welche unsere Weisen als die Vorläufer des Peßachfestes eingesetzt haben, stehett mit diesem Feste in einem…

  16. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 106

    — 106 — Freiheit werth, der stets bereit ist, mit seinem Leben für sie einzustehen. ״ לא תשכחVergiß das nicht!" Doch in welchem Zusammenhänge steht der heutige dritte Sabbath, Parsch. Par ah, mit dem Peßachfeste? In welcher Beziehung steht …

  17. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 107

    107 nat zu begehen lehrt, well er der Freiheitsmonat ist. ״Zähle Deine Jahre, Deine Monate nach dem, was sie für die Erlangung der Freiheit Dir genützt — ruft P. Hachodesch Dir zu, und so Du Dich gewöhnt hast, nicht nur die Jahre und Monate…

  18. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 108

    108 sicherlich den Sivan als Offenbarungs- oder den Tischri als Versöhnungszeit obenan stellen, da doch der eine das Köstlichste den Menschen gebracht: die geistige und religiöse Erleuchtung, der andere aber die Erhebung aus der Niedrigkeit…

  19. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 109

    109 begeistert schwungvoll und hoffnungsreich reden? Oder war Israel nicht — um eines Dichters Wort zu gebrauchen — ״noch ־ in Banden frei? — Die Freiheit ist des Menschen höchstes Gut. Die Freiheit gleicht der n)cmnßtt belebenden Sonne, di…

  20. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 110

    110 seine Mittel freier zu bewegen vermag Wie schon der Talmud sagt ״ עניות מעביר את האדם מדעת קרנרNoch, Armuth und Druck entfernen oft den Menschen von Gott" und vom Wege der Tugend Befreit man ihn aber aus den Banden und Fesseln der Noth …