Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616701-9617072-9616818--0856-9616826- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
96 den Gottesaltar — aber dieses Handvoll des Armen ist sein Alles, dagegen Du Reicher, wie viel bleibt Dir noch nach diesen Tausenden? und Du willst Dich wundern, daß aus Gottes Wage ״ בשקל הקדשnach dem heiligen Gewicht" sein Handvoll Deine Tausende weit überwiegt? Willst es nicht begreifen, daß Dir nur darum mehr von Gott ist beschieden, damit Du mit Deinem Mehr ergänzend eintreten sollst für den Minderbegabten, Minderbedachten? So vernimm denn, was unsere Weisen zum heutigen Schekelabschnitt bemerken : Sie sagen: ״ ג׳ תרומות נאמדו בפרשה 7׳Von drei Spenden ist in diesem Abschnitte die Rede 'תרומת אדנים, ת׳ שקלם י ת המשכן von der Spende zu den silbernen Säulenfüßen, zu den Opfer - Schekalim und zum Tempelbau. Zu den silbernen Füßen und zu den täglichen Opfern hatte ein Jeder das Gleiche zu spenden, einen halben Schekel; zum Bau des Tempels aber brachte Jeder nach Kräften, nach der freien Eingebung seines Herzens." Ist, m. a. Z., damit nicht klar und deutlich gejagt, daß an dem, was das Heiligthum trägt und an dem, was durch das Heiligthum erzielt werden soll, daß an der silberreinen Kraft, auf welcher das Heiligthum steht, und an der durch die täglichen Opfer zu gewinnenden Läuterung alles Lebens und Strebens, aller Säfte und Kräfte, alles Tichtens und Trachtens Alle gleichen Antheil haben. Für den Bestand und für die Erhaltung des Heiligthums aber, für seinen Aufbau auf Erden, da soll ein Jeder nach seinen Kräften beisteuern: Du als Gelehrter, Du als Kaufmann, Du als Künstler und Du als Handwerker, Du im engen Kreise Deiner Familie, Du in Deiner Werkstätte, und -Du in dem größeren Wirkuügskreise Deiner Schule, Deiner Gemeinde. Ob nun Gold, Silber oder Kupfer Dein Beitrag bedeutet, den Du zum Ausbau des Gottesheiligthums auf Erden zu spenden vermagst, oder ob Du gar nichts zu bringen vermöchtest, als den verständigen Sinn, und das treue Herz, und die schaffende Hand, die wie Bezalel und Oholiab dem Gespendeten erst die rechte Verwendung geben, wenn auch mit leeren Händen, wenn nur