Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Person, ist ein ״ כופר נפשוeine Sühne seiner Seele", denn was der Mensch weggiebt, das übt eine sühnende, d. h. eine versittlichende, von Eigennutz reinigende Kraft auf sein ganzes Seelenwesen aus. Wer sich nicht losreißen kann von seiner Habe, wer, gepackt von den Krallen der Habsucht und des Geizes, sich ihnen nicht entwinden kann, wer sich nicht erheben kann zu einer spendenden Leistung für seinen Nebenbruder, der streicht sich selber aus der Liste der Gottesschaar, aus der Zahl der von Gottes allumfassender Liebe zu erhaltenden Wesen, der verzichtet freiwillig auf die Sühne seiner eigenen Seele: אה לא פדה יפדה איש לא יתן לאלהים כפרו ״Wer den Nebenbruder nicht lösen mag aus Noth und Elend, der versagt Gott sein eigenes Sühngeld, ,ויקר פדיון נפשו ״ והדל לעולםdem ist die Auslösung und Befreiung seiner eigenen Seele zu thener, der schwindet hin auf immer", der verfällt der Nichtigkeit, denn er hat ja nichts gethan, was feinen Namen der Ewigkeit überliefern sollte, der weiß nicht, daß צדקה תציל ממות nur ״Spenden den Menschen vor dem sittlichen Untergang, vor dem Ab st erben aller seiner bessern edleren Gefühle errettet". Du, der Du engherzig auf Deinem Geldkasten sitzest und mit ängstlichem Auge jedem Heller nachsiehst, der, ohne reellen Verdienst heimzubringen, ausgegeben wird, kennst Du nicht das herrliche, echtjüdische Sprüchwort, das die reiche, später so dürftige Tochter des begüterten Nakdimon ben Gorion den! R. Jochanan b. Saccai auf seine Fragen?-ממון של בית אכיך היכן הלן (Ketubot 66), ״Wo ist das große Vermögen Deiner Eltern hingekommen?" als Antwort entgegenhielt: רבי לא כדין מתלין מתליא מלה ממון הכד הסר) od.) ״Rabbi, ach wie richtig ist doch das Sprüchwort, das da besagt: ״Das Salz des Geldes, d. h. das, was es erhält und schmackhaft macht, das ist gerade das Weg geben, die liebevolle Spende." Wahrlich dieses goldene Sprüchwort sollte jeder Israelit tief seinem Herzen einprägen, und er würde nie seine Hand dem Nothleidenden verschließen. Doch was brauche ich Euch, m. a. Z., die herrlichen Aussprüche und Lehren unserer Weisen hier anzusühren, wo ich auf die