Mannheim
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187419241975
  1. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 71

    71 ״ אם תלמיד חכם הואerkennt man doch an den Segenswünschen des Menschen, ob sie aus dem Herzen eines Weisen kommen. Fehlte ihm aber auch die höchste der Eigenschaften eines Weisen nicht, verrieth vielmehr jeder Zug seines milden Antlitzes,…

  2. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 72

    72 den Ewigen, den Herrn der Heerschaaren hat dies hervorgebracht." II. M. And.! Erkenntniß und Furcht des Ewigen, Versöhnung von Glauben und Forschung war der Lebensäther, in welchem der Meister dachte und schuf. In diesem Lebensäther über…

  3. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 73

    73 in's Leben getreten, seiner Umsicht verdankt sie ihre bewunderungswürdige Organisation. Die Vorsehung hat es in Frankel's Leben an außerordentlichen Gelegenheiten nicht fehlen lassen, durch die er sür den hohen und wichtigen Berus vorber…

  4. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 74

    — 14 — schen Wissenschaft. Zu seinen Füßen sitzend, merkten wir, wie uns mehr und mehr ein tieferes Verständniß unseres natio- ׳nalen Schrifthums ausging unter der meisterhaften Behändlung, die er ihm angedeihen ließ. Er führte uns in die T…

  5. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 75

    75 genügte ihm nicht, uns vom Katheder herab die Schätze seines Wissens mitzutheilen, nein! er nahm uns wie Freunde, wie Kinder seines Hauses aus, er lebte mit uns. An seinem Tische, an seiner Seite, da sand sich noch mehr Gelegenheitz uns …

  6. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 76

    …er eigenes Herz. Von dem Grunde unseres Denkens, von dem Grunde unserer lautersten Gefühle hebt sich leuchtend der Name Zacharias Frankel ab. Wie er uns im Leben angehörte, gehören wir ihm nach den: Tode an. Wohlan denn, m. Freunde! Laßt uns auch das geisti…

  7. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 77

    draußen auf dem Markte des Lebens anzustreben haben. Ob ' auch da heute Gleichgültigkeit gegen die Segnungen der Religion weithin verbreitet ist, mögen wir darum an dem in unserem Volke so tief wurzelnden religiösen Sinn nicht irre werden. …

  8. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 78

    78 heute allen Grund, diese Worte aus vollem Herzen zu sprechen. Am ersten Tage in Nissan wurde das erste Heiligthum, das die Israeliten hatten, ausgerichtet, und vor 50 Jahren wurde das alte Gotteshaus in der inneren Stadt eingeweiht, dess…

  9. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 79

    ״ יהודה אתה יודוך אחיךDich sollen deine Brüder preisen", und nun war der Name ״Jude" ein Schimpfwort, und man schämte sich, als Jude zu gelten. Die Propheten verkündeten im Namen Gottes ״ כי ביתי בית תפלהMein Haus soll das Bethaus alter Völ…

  10. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 80

    80 Herr, dich gemacht, wie die Sterne am Himmel so zahlreich." — In ähnlicher Weise spreche ich zu euch. Ihr seid heute hier versammelt, Schüler aus den verschiedenen Lehranstalten, manche im zarten Kindesalter, andere als Knaben, Jünglinge…

  11. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 81

    81 währt etit Haus zu schul- und gottesdieuglichen Zwecken anzukaufen, und von da aus erkämpften sie die Stellung, die wir heute einnehmen. Wie einst R. Jochanan ben Sackai von Vespasian blos die Errichtung einer Schule zu Jamnia erbat, dur…

  12. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 82

    Wenn damals der Monarch in seiner Machtfülle den Juden die Gleichberechtigung gewährt hätte, so wäre sie doch zunächst ohne Folgen geblieben, denn es nützt nichts der Helle, erquickende Sonnenschein, wenn man sich im dumpfen Zimmer vor dems…

  13. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 83

    83 היינו לפרעה; die h. Schrift verlangt von uns wiederholt: ״ וזכרת כי עבד הייהDu sollst gedenken, daß du ein Knecht warst," und weil ich denn auch euch vor dem Stolze und der Ueberhebung der Emporkömmlinge bewahrt wissen will, darmn will i…

  14. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 84

    IX. Die Davids-Münze. Denkrede aus David Oppenheim s. 31., Rabbiner in Gr-Becskerek. (gest. in Wien am 21. Oktober 1876) gehalten am Sabbath לך־לך im Tempel zu Brüim von Rabb. l>r. JB. Plaezck. Der Gottesruf an Abraham, das erste Wort unser…

  15. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 85

    85 ״David"! Dürfen' wir nicht bei diesem Klang an seinen hehren Namensahnen uns gemahnen lassen, an König David!? Von diesem erzählt die Legende: ד יצאו להם מוניטין בעולם וחד מנייהו דוד . ומהו מוניטין שלו? מקל ותרמיל מבא ״ .ומגדל מכאןVon vi…

  16. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 86

    86 Und ein reicher Vorrath von fachlichem und allgemeinem Wissen, von weisen Erfahrungen und tiefgründender Erkenntniß stand ihm zur Seite. Er theitte daraus die reichen Schätze aus an Groß und Klein, mit vollen Händen streute er sie hin au…

  17. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 87

    87 ״ תורתך שעשעי אז אבדתי בענייFände ich nicht, o Herr, in Deiner Torah Labung und Stärkung, ich müßte §u Grunde gehen unter diesen Qualen"! Forschen und Lehren, das maren die Fittige, die ihn über Erdenleid und Erdenjammer thurmhoch hinaus…

  18. 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 88

    88 Höhe, um sich droben zu neigen vor Gottes Gnadenangesicht", wohin ihm wenige Tage zuvor seine greise, ehrwürdige Mutter vorangegangen. Mit Wehmnth und Verehrung blicken wir seinem verklärten Geiste nach und rufen aus tief bewegtem Herzen…

  19. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. [Seite]

    I. Israel s Schekel-Lehre. Kredigt zum 5622 פ' שקלים. Vom Herausgeber. Der neue Monat, der soeben uns ist verkündet worden, ruft in uns die Erinnerung wach an eine alte jüdische Verordnung, deren praktische Geltung geknüpft war an Israels v…

  20. 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 90

    I - 90 — Und so hat sich auch aus der Asche jener alten Verordnung verklärt aufgeschwungen der ihr zu Grunde liegende milde Geist, oder richtiger der Geist der Milde, der wiederum seine Verkörperung gesunden hat in der freundlich-milden Ges…