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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 2 (1877) · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 103 (sequence 15)
Language
German
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103 ftellungen vermögen sie jetzt nicht mehr den Juden an sich zu locken, auch nicht ihn als Kampfgenosse gegen seine Religion zu gewinnen durch die Befriedigung seiner Lüste. — Dieser Mittel hat sie die Zeit beraubt! Wer aber ist uns Bürge dafür, daß Zweifel und Gedankenschwäche nicht heute ebenso, wie vor Hunderten von Jahren den Feind erziehe uns in unsrer Mitte? Hier haben wohl auf Abwehr wir zu sinnen! Denn der Keim, er ist vorhanden, aus dem des Unheils Frucht entstehen mag! Nt ״ויבא עמלק וילחם עם ישראל״ ר׳ אליעזר אומר מקרא רשום ומפורש הוא ע" י איוב שג׳ היגאה גמא בלא בצד, ישנדדאחו בלי מים: כשם שא״א כך א״א לישראל להיות אלא א״כ מתעפקיץ בדברי תורה• ״Den Schriftvers: Amalek kam und kämpfte mit Israel, findet einer unserer Weisen erklärt und begründet durch den Ausspruch Bildad's: Wächst Schilf auf im Sumpflosen, schießt hoch das Ried, wo kein Wasser. Gleichwie der Sumpfboden und das Wasser nothwendige Lebensbedingungen für diese Gewächse sind, so kann auch Israel nur bestehen, so es feste Wurzel schlägt im Boden seiner Lehre, so ihre Kenntniß einet alle seine Glieder." Wie wenig aber entspricht der jetzige Zustand dieser Anforderung. Wie starrt überall, in allen mit der Religion zusammenhängenden Lehrgegenständen die Unwissenheit unserer Jugend uns entgegen? Das aber ist die Bresche, durch die Amalek eindringt. So wendet sich das זכור denn vor Allem, an Euch, ihr Mütter, Euch, ihr Väter! Traget bei Euer Schersiein zur Bekämpfung des Feindes, der uns nicht demüthigen, nicht schädigen, — nein vernichten will! Euer Beispiel allein. Euer religiöses Leben, o wie wenig.fällt es in's Gewicht, so ruhig Ihr mitansehet, wie Euren Kindern wird entfremdet das Erbe Israels — wie, der Waffen beraubt, ohne Schild und ohne Schutz, sie preisgegeben werden dem Zweifel an der Klarheit, an der Wahrheit ihres Glaubens — sodaß, um sich zu retten aus unverstandener Formen gedankenloser Uebung sie hin sich wenden zu den fremden Göttern — Opfer Ama-

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