Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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draußen auf dem Markte des Lebens anzustreben haben. Ob ' auch da heute Gleichgültigkeit gegen die Segnungen der Religion weithin verbreitet ist, mögen wir darum an dem in unserem Volke so tief wurzelnden religiösen Sinn nicht irre werden. Bleiben wir eingedenk der Worte, die der Meister zum letzten Mal in feierlicher Stunde an dieser Stätte gesprochen: Die Welt kann bei bloßem Verneinen nicht stehen bleiben, früh oder spät sehnt sie sich nach etwas Positivem, nach einem inneren Halt in den schwankenden Bewegungen des Lebens zurück. Kommen wir aber auch dem schlummernden Bedürfnisse nach Gott und Religion entgegen, indem wir nicht müde werden, die reinste Religionsform, die Lehre Israels, dem Herzen unserer Brüder näher zu bringen. Wenn dann Glauben und Leben sich harmonisch durchdringen, so ist der Geist unseres Meisters auch außerhalb dieses Hauses lebendig geworden, und er vererbt sich von Geschlecht zu Geschlecht. — Das walte Gott! Amen! VIII. Festrede an die Angend, öei Gelegenheit der 50jährigen Inöekfeier des Gotteshauses in der Seitenstättengasse, gehakten im Gotteshanse in der Leopokdstadt in Wien am 26. März 1876 von vr. G. Wolf, Rkligionslehrer der israel. Cultusgemeinde in Wien. Es ist heute {ר״ח נים, der Neumondstag ״des ersten der Monate", wie er in der Schrift genannt wird, und wir recitiren das Hallelgebet. In demselben heißt es 'זה היום עשה ד ״diesen Tag hat Gott geschaffen", und wahrlich, wir haben