Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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71 ״ אם תלמיד חכם הואerkennt man doch an den Segenswünschen des Menschen, ob sie aus dem Herzen eines Weisen kommen. Fehlte ihm aber auch die höchste der Eigenschaften eines Weisen nicht, verrieth vielmehr jeder Zug seines milden Antlitzes, daß er den Frieden,, die Heiterkeit des Weisen besaß, die Quelle, aus der sie ihre beständige Nahrung zog, war ein Herz, in welchem das reinste Wohlwollen, eine unerschöpfliche Lust am Wohlthun wohnte. Das ist auch der Boden, aus welchem der Mann in Augenblicken der Freude unbeschadet seiner Würde wieder zum Kinde wird. Und so, mit einer heitern Unbefangenheit, die seinen Freunden und Jüngern unvergeßlich bleiben wird, bewegte sich in Festesstunden der Mann, der durch sein würdevolles Auftreten Kammer und Minister für das Recht seiner Glaubensgenossen gewann. An! lautersten aber offenbarte sich seine Gemüthstiefe, wenn seine Lippen vor innerer Bewegung geschlossen blieben. In großen Momenten seines Lebens saß er still, in Gedanken versunken, es überwogte ihn der Drang der Gefühle, genährt von großen und erhebenden Erinnerungen; da schien ihm die Sprache zu arm, zu kalt, um Dolmetscher seiner inneren Bewegung zu sein, aber sein Blick, sein leuchtendes Auge, das sagte uns mehr, als der beredteste Mund. — Ein mächtiger Zug geht durch alle Aeußerungen seines Herzens, durch alle Schöpfungen seines Geistes, durch seine ganze praktische Wirksamkeit, es ist die glühendste Liebe zum Judenthum. Begeisterung, tief gefühlte, durch ernste Forschungen mehr und mehr genährte Begeisterung für die Lehre und Wissenschaft des Jndenthums ist der Grundzug in Frankel's Wesen, der ihn bald aufwärts zu Gott, der höchsten Idee seines 'Lebens, bald abwärts zu den Gliedern feines Volkes, den lebendigen׳ Trägern dieser Idee in Liebe und Anhänglichkeit geführt hat. Ja in Liebe, in ungetheilter Liebe zu Gott wurzelt die Summe feines Denkens und Fühlens, seines Lebens nnd Schaffens. Was wir heute an unsterblichen Leistungen seines Genius besitzen, was uns über das Grab hinaus mit dankbarer Verehrung des großen Meisters erfüllt ״ קנאת ה׳ צבאות תעעזד,ואתder Eifer für