Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 23

    23 da soll ihm die Zarte der Gattin zum Segen werden — und wie er ihr den Preis seines Schaffens und Ringens bestimmt, soll sie ihn trösten, ihm beistehen, ihm tragen helfen. Wenn er heimkehrt, soll ibr zärtliches Wort sein Herz stärken, ih…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 24

    24 IV. Aber wir wollen nun Massen, geliebte Gottesgemeinde, von der Jugend, und uns zuwenden dem Manne, dem gereiften, erprobten. Immer ernster ist das Leben geworden, ärmer an Hoffnungen, aber reicher an Früchten; der Blick lenkt sich scho…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 25

    25 verstanden dich nicht; dich verjagten die jüngsten Geschlechter, und spotteten deines Alters!-Und was ist es, geliebte Gottesgemeinde, was ist es, mein Israel, was dich aufrecht erhielt auf deiner langen Pilgerschaft? Der Spruch ist es v…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 26

    26 sen wird? LiVW Tl^lUft die Antwort: Du wirft in Frieden zu deinen Vätern kommen. (K. 15, V. 15.) Frieden? Also wohnet Frieden dort, jenseits des Grabes? Also ist der letzte Kampf ans Erden der letzte dieses Geistes? Der letzte Kampf viel…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 27

    27 irdischen Daseins; von Geschlecht auf Geschlecht geht es über, wirkt es, gut und segensreich, wie wir es gewollt und gethan! Und so bleibet auch der Name zurück, die Ehre, der Ruf, der Ruhm, während wir unsre Seele Gott wiedergeben, unsr…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 28

    ch lll. Der Winter. Predigt zum ri-n^ri w über Ps. 1 L7, V. 16. Andächtige Brüder!!^ '7! ri'2 ''V Ich freue mich, wenn man zu mir saget: Lasset uns nach dem Gotteshause gehen! (Ps. 122, V. 1.) Also sprechet auch ihr, meine Brüder, die ihr h…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 29

    29 nicht kommen, daß ihrer so viele daheim bleiben, vor der Freude, daß noch so manche sind, die zn ihrem Gotte um ihres Gottes willen kommen, die hierher etwas zu bringen, hier etwas zu finden vermeinen. Wohlan! so sage ich euch Dank für e…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 30

    30 1'^! lassest du deine Stimme vernehmen, dann kommt der Klang vierfach und mehrfach zurück. Und dieses wollen wir heute auch thun, meine Brüder. Die heilige Schrift soll uns ein Wort sagen, und das Wort wollen wir Hineinrufen in die Natur…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 31

    31 weiß nicht wie? Aber der Winter kommt plötzlich. Wenn der Mensch früh sein Lager verläßt, und stößt die Läden seiner Wohnung auf, und siehe! ein Sturmwind hat in einer Nacht den Baum kahl gelesen, der Frost in einer Nacht die Erde mit Ei…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 32

    Flur nicht auf ihr Grün, die Blumen nicht auf ihre Farben und Düfte, denn der Winter nimmt sie ihnen: so sollte der Mensch nicht stolz sein auf seine irdischen Blumen und Früchte, Künste und Güter, sich nicht überheben seiner irdischen Freu…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 33

    33 wohl in unsere eigene Gedankenwelt hinein, und die Lage unseres Lebens, und der Wechsel dieser Tage, und die Freuden und Sorgen dieses Wechsels, und die verblichenen Schatten der Bergangenheit steigen in unserer Seele, vor unserer Erinne…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 34

    34 abgefallen, viele Früchte verloren gegangen, die Sternenkrone ist auf seinem Haupte, aber die weiße Fastenhülle um seine Glieder — da geziemet es auch uns, Israeliten, ernst zu sein, wie der Winter, und nach innen zu gehen, vor dem Frost…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 35

    35 weiset der Winter den Menschen an den Menschen. Der Winter ist die Zeit der Notb für die Armen, die drückendste Zeit. Da sind alle Bedürfnisse um's Doppelte erhöht, der Mensch bedarf warmer Kleidung, Feuerung, warmer Nahrung, und während…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 36

    36 half es dem starken Baume, tausend Blätter und tausend Früchte hervorzutreiben? Blätter und Früchte fielen ab, und vergehen. Das Leben stockt in der ganzen Natur. Und obschon der Sturm viele Blätter abreißet vom Baume, bevor sie welk gew…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 37

    So habe ich dir, geliebte Gemeinde, vorgeführt das Bild der Jahreszeit, der wir jetzt entgegengehen, ja, die wir zum Theil schon haben. Es ist Alles Werk des Herrn über Gute und Böse. Es kommt und gehet. Aber da wir schon gekommen sind, und…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 38

    Allmacht uad Ewigkeit. Predigt zum über 2 B. Mos. 6. V. 2 und 3. Andächtige Gottesgemeinde! Wenn wir mit aufmerksamen Auge die unendliche Macht und Kraft erwägen, welche die Religion über den Geist und das Herz des Menschen zu üben vermag, …

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 39

    39 Gottes zu wenig in dem Geiste und Herzen der Menschen wurzelt, zu wenig wahrhaft in ihnen lebt und wirkt. — Schon das zarte Kind erfährt den Namen: Gott; mit dem Namen Vater lernt es auch schon den Namen Gott, Vater im Himmel stammeln. A…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 40

    4-tt Nt- Ewige euer Gott bin. Des Rufes achten wir allzuwenig und lassen unfern Gott unerkannt. Der Mensch hat sich eine eigenthümliche Welt geschaffen, in der Gott nicht wohnet, darin lebt er und müht sich ab, wie die Ameise in ihrem Haufe…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 41

    41 wie gleichsam der Herr zurechtweisend dem Mose zu Sinne fahren wollte, der im tiefen Gefühle des Unglücks und der Unterdrückung seiner Nation gefragt: Warum läßt du es diesem Volke so schlecht ergehen? Warum hast du mich gesandt? Du hast…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 42

    L2 Jakob nur sehen zugeschrieben, denen jedoch das erkennen noch verschlossen blieb, was dem Mose ausbewahrt war. Darum heißt es auch erst zu Ende der beiligen Schrift vom Mose: 2^2 'N es stand in Israel kein Prophet auf wie Moses, der den …