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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 41

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 41 (sequence 63)
Language
German
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41 wie gleichsam der Herr zurechtweisend dem Mose zu Sinne fahren wollte, der im tiefen Gefühle des Unglücks und der Unterdrückung seiner Nation gefragt: Warum läßt du es diesem Volke so schlecht ergehen? Warum hast du mich gesandt? Du hast das Volk doch nicht errettet! Diesen harten, Vorwürfen gleichenden Worten sprach der Herr entgegen. Und was erwiederte er ihm? 'N Ich bin der Ewige! — der Ewige, der über Zeit und Raum erhaben ist, vor dem Jahrtausende und Tage gleich sind, der Ewige, der nicht schnelle Strafe der Schuld folgen laßt, der die Schicksale bestimmt und leitet, den Lauf der Ereignisse anhält und fördert nach seiner Weisheit. Das Auge des Sterblichen, dieser Eintagsfliege, ist kurzsichtig, es stehet auf den Tag, und weiß nicht, was kommt, ich aber bin der Ewige, beglaubigt, guten Lohn zu bezahlen denen, die vor mir wandeln (wie die Kommentatoren bemerken). Das bedenke, und wenn du die Früchte deiner Sendung nicht an einem Tage gewinnest, so harre der Zukunft, die von mir ausgeht. — Dies ist die Antwort des Herrn, und dieser fügt er die Worte hinzu: Ich erschien deinen Voreltern als allmächtiger Gott, aber in meinem Namen Ewiger bin ich ihnen nicht erkannt worden. Hier fällt uns zunächst das im Gegensatz von auf. sehen, ein sehen und erkennen sind zwei verschiedene Stufen, von denen die erste die untere, die zweite die obere ist. Sehen, ein - sehen, auffassen ist das Leichtere, erkennen das Schwerere. Was sich unserm Auge darbietet, das sehen wir, und wenn wir gesunden Sinn haben, verstehen wir es. Wollen wir aber erkennen, so müssen wir alle Kräfte unsers Geistes anwenden und anstrengen; wir müssen iu die Tiefe der Sache hineindringen, ihre Ursache und Wirkung erforschen, dann kommt das Licht von oben, und erleuchtet uns, und wir haben erkannt. So wird also hier dem Abraham, Isaak und

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