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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 34

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 34 (sequence 56)
Language
German
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34 abgefallen, viele Früchte verloren gegangen, die Sternenkrone ist auf seinem Haupte, aber die weiße Fastenhülle um seine Glieder — da geziemet es auch uns, Israeliten, ernst zu sein, wie der Winter, und nach innen zu gehen, vor dem Froste der Welt in unsere eigene Mitte zu flüchten, da zu arbeiten, und unfern fernem Gang zu erwägen, und die Gedanken unserer Religion zu bedenken, und uns eiuzuspinnen in ihre Welt, und ihre Bücher zur Hand zu nehmen, während des Winters Israels — bis ein neuer Frühling kommt. Dies ist das zweite Echo der Natur aus das Wort der heiligen Schrift. HI. Der Winter, meine Lieben, weiset drittens den Menschen zum Menschen. Die Natur gibt ihm keine Freuden mehr, so flüchtet der Mensch zum Menschen. Der Sommer entführet die Menschen dahin und dorthin, er hält den Menschen an seinem Werke fest, bis spät am Abend, daß dieser dann sein Lager, oder höchstens einen Gang ins Freie sucht. Der Winter aber führet die Menschen zusammen, nach kurzem Tagewerk in den schönen langen Abenden. Da versammeln und vereinigen sich Nachbaren und Freunde zu sinniger Unterhaltung, zu Scherz und Spiel und allen unschuldigen Freuden der Geselligkeit. Den Trieb hierzu fühlet ein jeder Mensch, wenn auch nur von Zeit zu Zeit. Webe dem Menschen, der seine Erdenbrüder fliehet, dessen Herz von mürrischer Einsamkeitslust oder gar Haß erfüllt ist; sein eigennütziges Gemüth kennet den Genuß der Freundschaft und Liebe nicht. Befehlen unsere Weisen doch schon: Verschaffe dir einen Freund; und: Empfange jeglichen Menschen mit freundlichem Angesichte. Die Ausübung dieser Vorschriften erheitert sich und Andern das Leben, und macht das Herz fähig, immer reiner und edler zu werden. Aber noch von einer andern Seite, meine Freunde,

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