Mannheim
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192619321938
  1. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 153

    AUS FRANZ KAFKAS KINDERTAGEN 153 gener Abschied von Dir, nur daß er zwar von Dir erzwungen war, aber in der von mir bestimmten Richtung verlief.« Unter demselben Aspekt des Fluchtversuches sieht Kafka in dem »Brief« andere Kreise seines Leb…

  2. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 154

    154 MAX IHi(H) dir bekam! Ich habe; im Laufe der Jahre etwa auf dreierlei Art mich dazu gestellt. Als Kind machte ich mir, in Übereinstimmung mit Dir, Vorwürfe deshalb, weil ich nicht genügend oft in den Tempel ging, nicht fastete usw. Ich …

  3. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 155

    AUS FRANZ KAFKAS KINDERTAGEN 155 stand ich nicht; gerade dieses Loswerden schien mir die pietätvollste Handlung zu sein. Noch später sah ich es aber doch wieder anders an und begriff, warum Du glauben durftest, daß icb Dich auch in dieser H…

  4. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 156

    156 MAX BROD Verhältnisse erklären, nicht aber bloß durch die äußeren Umstände, also nicht etwa sagen, Du hättest zu viel andere Arb…

  5. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 157

    157 Oskar Baum: Das ungesehene Lichterfest Meine Jugend erlebte in einer Nachdrücklichkeit und Vielfalt, wie es nur die von der Umgebu…

  6. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 158

    158 OSKAR BAUM leicht der einzige von uns allen, saß am Bettrand und rührte sieh nicht, kaum daß er die Fragen der Vorbeiziehenden mür…

  7. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 159

    DAS UNGESEHENE I.ICHTEREEST er nicht wie der Atem Gottes gewesen? Mit einem Sehmerz, der auch dem rüdesten unter uns den Mund verschloß, erklärte er, daß er, erst seit er hier in der Anstalt sei, die Blindheit wahrhaft als Unglück empfinde.…

  8. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 160

    160 OSKAR BÄUM Schaft. Der Direktor rief Heinrich vor und verlangte von ihm, daß er öffentlich wiederhole, was er in »geheimer Wühlarb…

  9. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. [Seite]

    a'aN-^n ,min na. .»K na (wn nnn KINDER MALEN — UND WERDEN GEMALT Oben: Kinderzeichnung aus dem Buche »Hajeled be Erez Israel« Unten: Porträts jüdischer Kinder von Salomon Salomonowitj

  10. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. [Seite]

    Im hebräischen Gymnasium in Mukacevo entstand ein reisendes Marionettentheater, dessen Figuren Prof. Morvay entwarf. In den Stücken, die eine originelle und wirksame Propagierung des Neuhebräischen und des Zionismus bedeuten, heißen die Hau…

  11. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 161

    161 Ch. N. Bialik: Aus meiner Jugend Mein Vater war Schankwirt und lebte in großer Not. Er starb, als ich sieben Jahre alt war. Meine Mutter gab mich zum Großvater, einem fleißigen und unermüdlichen Thoraleser, der über dieses Geschenk nich…

  12. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 162

    162 Saul Tschernikovsky: Kinderspiele Aus meinem Leben Meine Mutter hat meine Spielsachen bis heute noch aufgehoben. Ich hatte alle meine Spielsachen sehr gern, am meisten liebte ich jene, die ich mir selbst angefertigt hatte. Im Zeichnen u…

  13. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 163

    Mendele Mocher Sforim: Herscheie 163 Schade, daß man essen muß, denn sonst wäre Kabziel für Herscheie ein Paradies, und »eine Kindheit wäre glücklich gewesen. Es gab Tage, an denen er müde und erschöpft, tothungrig nach Hause kam, aber es w…

  14. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 164

    …Auf, Wilder, geh arbeiten. Geh das Joch ziehen! Mit Kummer Brot essen und Leiden und schwere Plagen mit uns ertragen... Jacques Offenbach: Auf der Suche nach der Kindheit Wenn von Offenbach die Rede ist, denkt man zunächst an den Satyriker und Spötter Offen…

  15. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 165

    AUF DER SUCHE NACH DER KINDHEIT 165 Der Vater reist wieder ab, und so bleibt der kleine Junge allein und verlassen in Paris, ohne Freunde, ohne die Sprache zu beherrschen, fast ohne Geld, und fühlt sich tief unglücklich. Die Kölner Kinderja…

  16. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 166

    …nach einigen Tagen zu sich ins Hotel. Zimmer kam ängstlich, schüchtern, ohne zu begreifen, warum der berühmte Komponist Jacques Offenbach ihm so freundlich geholfen hatte. Da ging Offenbach zum Flügel und spielte die ersten acht Takte des Walzers. Zimmer br…

  17. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 167

    AUF DER SUCHE NACH DER KINDHEIT 167 eine Strähne blonden Frauenhaares, einen Ring und Briefe, die er dem Wunsche des Toten gemäß ungelesen verbrannte. Den Walzer aber ließ er drucken. Wenn man das Lied hört, kann man sich des Staunens nicht…

  18. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 168

    168 Heinz Politzer: Judenkind An Engel Lund. Herr Gott, du hast ein Königreich zu eigen, Drin Milch und Honig von den Bäumen rinnt, So sag…

  19. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 169

    J^Jb*^'- erleichfert das Rasieren und schont Ihre Hain.. Gesunde Schulkinder durch IOMALZ „Sie sollen hören, weldie guten Erfahrungen ich bei meinem 12jährigen Sohne mit Biomalz gemacht habe. Der Junge war immer schwach und müde, mußte viel…

  20. 1938-01-01 · 5698 (1937-1938) · p. Seite 170

    170 DRUCKSORTEN WIE VERLOBUNGS- UND TRAUUNGS¬ KARTEN, VISITKARTEN, ALLE GE¬ SCHÄFTS-DRUCKSACHEN, PREIS¬ LISTEN UND KATALOGE USW. BUCHDRUCKEREI HEINRICH MERCY SOHN PRAG II., PANSKÄ 12 VORNEHME BRIEFPAPIERE GOLDFULLFEDERN KARL KELLNER PRAHA V…