Mannheim
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18381843
  1. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 232

    Ml Die Nestorianer. Restonaner heißen also jetzt Chaldäer; sie wohnen am Fuße des Gebirgs und sind den Persern und Türken unterworfen. Die mit Rom nicht vereinigten (nicht« unirten), dem alten apostolischen Bekenntnisse treu Ge« dliedenen h…

  2. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 233

    Die Regvrianer. »33 durch, daß sie für einen ausgedehnten Handel mit Persien und Kleinasien der Eingangspunct geworden ist. Bis hieher hatte mich der ungehemmte Lauf deS Dampfschiffes mit solcher Schnelligkeit von einer ergreifenden Scene z…

  3. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 234

    234 Die Nestoriuner. gipfeln hingezogen war, nun aber im kühlen Abendhauche über mir mit Hellem Blitz und lautem Krachen des Don« ners, und schwemmendem Regengüsse sich entlud. Bei einbrechendem Abend fanden wir Obdach in dem Posthanse zu D…

  4. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 235

    Die Restorianer. 185 sich verschlimmert, die letzte Zeit stehe bevor und die Macht des Islam gehe unter; so sei es Allah'S (Gottes) Rathschluß und sie müßten sich geduldig ihrem Schicksal unterwerfen. Da sie den bevorstehenden Untergang ih«…

  5. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 236

    Di« Nestorianer. SSO Ansicht sind in Betreff dieser Periode der Dauer ihrer ' ÜJtadjf, muß ich erst noch erfahren, indeß treffen viele ihrer Berechnungen und Borhersagungen mit dem ange« gebenen Zeitpunkte zusammen und keine Angabe, die ich…

  6. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 237

    Die Nestvrianer. 287 ■ ritte rohe Zwiebel, die ich als Gegengift mit dem Honig essen sollte. In der That wendet man Zwiebeln, roh genossen, auch als Mittel an gegen schlechtes Wasser und gegen die schädlichen Winde der Wüste. Sechs Monate d…

  7. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 238

    288 Die Nestormner. Unglücklichen aufgeknüpft hängen. Andere Verbrecher wurden eingebracht, während ich in dem Palaste war. Bei der Untersuchung wird die Folter angewendet und zuweilen sterben die Schlachtopfer unter der Bastonade. Allerdin…

  8. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 239

    Die Nestvrianer. tut und Bitlis, sind Hungers gestorben. Wieder Tausende sind anders wohin gezogen, so daß daS -and von Einwohnern entblößt wurde. Wir begegneten halbverhungerten Leuten, welche truppweise der Roth zu entfliehen suchten. Die…

  9. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 240

    r 940 Di« Restorianer. düng umzupacken, während wir Uebn'gen die Reise fort« setzten. Allerdings war nnn, da wir getheilt waren, die Gefahr vor den Kurden größer, aber es blieb nun einmal nichts anders übrig, als daß ein Theil von unS sich …

  10. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 241

    Die Restorianer. r 341 Blick herum, um die Ursache des Lärms zu entdecke», und, wenn noch möglich, einen Ausweg des Entrinnens zu finden. Ich sah aber nichts als unsere Pferde, welche über den Lärm die Ohren spitzten und neugierig herum sch…

  11. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 242

    S42 Die Restvrianer. hie und da Lava und Bimsstein umherlagen, welche von dem vulkanischen Berge Supan herrührten. Dieser er» hebt sich 10,000 Fuß und höher über die Meeresfläche und gewährt in seiner isolirten Erhabenheit mit dem schneebrd…

  12. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 243

    Oie Neilvrianer. 948 Ardisch hinabzogen, schreckte uns plötzlich der Anblick eines Haufens Kurden, 18 bis 20 Mann. Sie hielten ruhig zu Pferde kaum eine Viertelstunde Weges zwischen uns und dem See. Einer von ihnen jagte im Galopp auf uns l…

  13. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 244

    244 Oie Reftveiantl. bleiben, da die leiseste Spur von Unentschlossenheit oder Flucht die Feinde zum Angriff reizen würde. Aber eine Anhöhe zur Linken lockte zu sehr, ein Theil der Unfern lenkte dorthin ab, und die ganze Schaar verließ die …

  14. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 245

    Die Nestonaner. >45 nicht wieder Vorkommen möge. Als die Gefahr vorüber war, brachten meine Reisegefährten eben so laut und lebhaft Gott ihren Dank dar, als sie in der Roth seinen Schuh angerufen hatten. Aber sowohl von den Muhammedanern al…

  15. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 246

    Oie Neftorianer. 24« Die Nacht lagerten wir bei dem armenischen Dorfe Meirik, wo sich eine alte, aus Stein erbaute Kirche befindet, von ähnlicher Bauart wie jene zu Meh-Kellisa an der östlichen Quelle deS Euphrats; sie soll auch ungefähr so…

  16. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 247

    vir Restorianrr. 147 geben, ebenfalls jene Erwartung aus, welche ein Priester und ein Priestergehülfe, die mit mir reisten, auf dem Wege nach Ban bereits ausgesprochen, daß sie nämlich dem Untergang der muhammedanischen Macht auf daS Jahr 1…

  17. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 248

    ]48 Di« Nestonaner. Van ist ein wichtiger Punct als Missionsstation. Die hier und in der Nahe befindliche Bevölkerung von Sv,000 Armeniern, der verhältnißmäßig unabhängige Cha» rakter dieser Leute, ihre Entfernung von dem kirchlichen Mittel…

  18. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 249

    Cif Neslonaner. U9 dem Felsen findet, aus dem die Festung von Van erbaut ist, welcher letztern Stadt die Sage sogar die berühmte Semiramis zur Urheberin gibt. Am 5. Juli brach ich in aller Frühe aus, während die Glocken des Klosters zum Mor…

  19. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 250

    250 Oie NeAorianer. dige Hülfe für dieses unterdrückte und geplagte Volk. Die Leute sind ohne einen geistlichen Führer und wie Schafe, die keinen Hirten haben, den Wölfen zur Beute Preis gegeben. Wenn in Van eine Station wäre, so könnten si…

  20. 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 251

    Die 'Reftoruntr. 351 brr Bejahlung unter dem Vorwände, er habe nur verbanden, mich bis zu seinem Dorfe zu bringen, während ich ihn doch in Gegenwart von Zeugen bis zu der Wohnung des Patriarchen gemiethet und bezahlt hatte. Auch der Kurde, …