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Das Morgenland · 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 233

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
8 (8.1842)
Date
1842-08-01
Page
Seite 233 (sequence 9)
Language
German
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Die Regvrianer. »33 durch, daß sie für einen ausgedehnten Handel mit Persien und Kleinasien der Eingangspunct geworden ist. Bis hieher hatte mich der ungehemmte Lauf deS Dampfschiffes mit solcher Schnelligkeit von einer ergreifenden Scene zur andern fortgeriffen, daß mir die Muße nicht wurde, mich in Betrachtungen einzulaffen über de» jweiten Abschied vom Vaterlande, den ich eben gemacht, und der schmerzlicher noch war als der erste. Jetzt aber befand ich mich allein mit einem einzigen unansehnlichen Türken, auf einem schmalen, holperigen Fußpfade, der mich Hunderte von Meilen über die Gränze aller Civilisation hinausführen sollte. Ich fühlte, daß ich aufs neue ein Pilger sei in fremdem Lande. Schmerzlich süße Erinnerungen stiegen in mir auf bei dem Anblick jener Stelle, wo vor sechs Jahren ich zum ersten Nachtlager mein Zelt an dem Ufer eines rauschenden Stromes aufschlug, und wo ich der romantischen Schönheit der wilden Gebirgslandschaft mich gemeinschaftlich mit ihk erfreute, deren sterbliche Ueberreste nunmehr in einer der reizendsten Gegenden Persiens im Grabe ruhen. *) Ein stolzes Schloß der Deribey's oder alten Häuptlinge deS Thales sah von beherrschender Höhe auf die Landschaft herab, und die umliegenden Berge prangten mit wogenden Saatfeldern und dem reichen Grün eines frühen, asiatischen Sommers. Ich glaubte längst vergangene Tage wieder durchzuleben und ich fühlte die Abwesenden und Getrennten mir nahe. Bald aber wurde ich in die Wirklichkeit zurückgeführt durch das düstere Gewölk, das längst an den Berg« *) Ovctvr Grants Gattin wurde ihm durch den Tod von der Seit« genommen am >2. Januar 1839; ihre beiden Zwilling«- tdchterlein, welche sie geboren, ruhen an ihrer Seite auf teni Friedhöfe der alten nrstorianischrn Kirche in Urumia.

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