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Das Morgenland · 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 239

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
8 (8.1842)
Date
1842-08-01
Page
Seite 239 (sequence 15)
Language
German
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Die Nestvrianer. tut und Bitlis, sind Hungers gestorben. Wieder Tausende sind anders wohin gezogen, so daß daS -and von Einwohnern entblößt wurde. Wir begegneten halbverhungerten Leuten, welche truppweise der Roth zu entfliehen suchten. Die heurige Ernte versprach guten Ertrag, aber aus Mangel an Saatkorn war weniger als gewöhnlich gesät worden. Bereits begann die Strenge der HungerSnoth etwas nachzulaffen, denn die Ernte war vor der Thüre und der Pascha hatte von auswätts etwas Getreide kommen lassen. Aber dem Hunger folgte nun die Pest auf dem Fuße. Diese fürchterliche Geißel Gottes hatte ihre Verheerungen bereits in einigen Dörfern angerichtet durch welche ich reiste, und seitdem sind ihre Schlacht, opfer zu Tausenden in der Stadt Erzerum gefallen und in der ganzen umliegenden Landschaft bis an die Gränzen von Mesopotamien und Assyrien. Krieg und Unruhe zogen sich bald hernach über diesen meinen Weg und würden meine Reise unmöglich gemacht haben, wenn ich ein wenig später gekommen wäre. Ich wurde aber gnädig bewahrt vor »der Pestilenz, die im Finstern schleicht, und dem Verderben das am Mittag tödtct». Die Schaaken des göttlichen Zorngerichts ergießen sich über diese muhammedanischen Ländergebiete, ohne Zweifel damit durch Austtocknung des prophetischen Euphrats (d. h. der Fluth der islamitischen Lehre) dem Volke GotteS der Weg bereitet werde (Offenb. 16,12.). Am dritten Tage seit der Abreise von Erzerum setzten wir über den AraS (Arares) und lagerten uns an seinem Ufer. In der Nacht verloren wir einige Pferde; sei es, daß sie sich verliefen, oder, waS wahrscheinlicher ist, daß sie von den Kurden gestohlen wurden. Nun theilte sich unsere Reisegesellschaft; die eine Hälfte blieb zurück um die verlorenen Pferde zu suchen und ihre La«

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