Mannheim
Compact Memory

Das Morgenland · 1842-08-01 · 8 (8.1842) · p. Seite 247

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
8 (8.1842)
Date
1842-08-01
Page
Seite 247 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/4872516-5427214-5427332--1921-4874372
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

vir Restorianrr. 147 geben, ebenfalls jene Erwartung aus, welche ein Priester und ein Priestergehülfe, die mit mir reisten, auf dem Wege nach Ban bereits ausgesprochen, daß sie nämlich dem Untergang der muhammedanischen Macht auf daS Jahr 1260 der Hedfchrah entgegen sehen, und zwar die» ses, wie schon oben bemerkt, mit Beziehung auf daS dreizehnte Capitel der Apokalypse.. Ich hatte jenem Priester, dem Priestergehülfen und zwei andern Armeniern zum Abschied einige kleine religiöse Schriften gegeben. Der Bischof hatte sie gesehen und gut befunden, und das darüber entstandene Gespräch führte den Bischof zu Er» kundigungen über unsere Missionare, von welchen diese Schriften herrührten. Er hatte sagen gehört, die Protestanten, oder wie er aussprach die Prostanta, seien Alle Ungläubige, sie hätten keine Religion und wüßten nichts von Gebeten, Fasten und Gebräuchen, sondern seien Fermasons (Freimaurer) und glaubten nicht an die Bibel! Meine Antworten hierauf setzten ihn in Erstaunen und er äußerte, wenn das was ich sage mit der Wahrheit übereinstimme so seien die »Prostanta» ganz rechte Leute. Ich berief mich nun als Belege auf den Inhalt der Missionsschriften, und er schien dadurch einigermaßen zufrieden gestellt. Als ich von der Verbreitung der heiligen Schrift redete, sagte er, er habe auch ein» mal angefangen das neue Testament unter seinen Leuten auszutheilen, er habe aber von seiner Mühe nur üble Nachrede und da- Bewußtsein gehabt, daß er es mit seinem Versuche gut gemeint habe. Im Ganzen zeigte mir diese Unterredung, daß die Hindernisse, auf welche unsere evangelische Arbeit in den Kirchen des Ostens stößt, zu einem guten Theil ihre Quelle in unrichtigen Darstellungen und irrthümlichen Vorurtheilen haben, und daß schon viel gethan ist durch eine offene, berichtigende Verständigung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.