Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 8 (8.1842)
- Date
- 1842-08-01
- Page
- Seite 251 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Die 'Reftoruntr. 351 brr Bejahlung unter dem Vorwände, er habe nur verbanden, mich bis zu seinem Dorfe zu bringen, während ich ihn doch in Gegenwart von Zeugen bis zu der Wohnung des Patriarchen gemiethet und bezahlt hatte. Auch der Kurde, der mir als Schutz und Führer mitgegeben war, erklärte, er werde keinen Schritt weiter gehen, weiyi er nicht ein Geschenk erhalte. Diese Forde, rungen stellten sie mir auf der einsamsten Stelle deS Weges und nachdem sie, um ihre gebräuchlichen tmuhammedanischen) Gebete zu sprechen von der Straße selbst bedeutend abgelenkt hatten. Ich zeigte alle nöthige Festigkeit mußte mich aber doch, um einen Zank zu vermeiden der ihnen zu Raub und Mord die Veranlassung gegeben hätte, mich dazu verstehen, sie mit einigen Piastern zufrieden zu stellen, worauf wir unsere Reise fortsetzten. Noch vor Abend erreichte ich das Nestorianerdorf Kerme, wo mich alle Bekannte aufs herzlichste willkommen hießen. Zwei von ihnen begleiteten mich am folgenden Morgen nach der Wohnung des Patriarchen, wo ich um Mittag eintraf und von drei seiner Brüder mit einem Kusse bewillkommt wurde. Besuch bei dem Patriarchen. — Sommeraufenthalt. Der Patriarch selbst war nicht zu Hause, es wurde aber sogleich ein Bote nach ihm gesendet. Er kam, und der Empfang, der mir von ihm zu Theil wurde, so wie seine Zuvorkommenheit gegen mich so lange ich bei ihm war, übertraf alles was ich wünschen konnte. DaS Geschenk einer Taschenuhr, daS ich ihm im Namen einiger Freunde in Neu-Aork überreichte, machte ihm sichtlich große Freude. Er ging mit aufrichtigem Wohlwollen in meine Wünsche ein und traf sogleich die nöthigcn Vorkehrungen um mich in eigener Person zu dem benachbarten Djeln-Stamme zu begleiten, während sein Bruder,