Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 8 (8.1842)
- Date
- 1842-08-01
- Page
- Seite 240 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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r 940 Di« Restorianer. düng umzupacken, während wir Uebn'gen die Reise fort« setzten. Allerdings war nnn, da wir getheilt waren, die Gefahr vor den Kurden größer, aber es blieb nun einmal nichts anders übrig, als daß ein Theil von unS sich vorwärts wagen mußte, weil, wenn alle zurück, geblieben wären, der größte Mangel würde eingetreten sein. Die Landschaft, sonst sehr fruchtbar, und mit reichem Grün und einer Menge wilder Blumen geschmückt, war beinahe menschenleer, und mit einer einzigen Aus, nähme verbrachten wir die Nächte unter freiem Himmel, da in den wenigen Dörfern, die wir trafen, die Pest herrschte. Nur in einem Dorfe schliefen wir, da unS ein heftiger Regenguß zur Einkehr genöthigt hatte, aber noch ehe wir wieder abreisten erfuhr ich, daß aus dem Hause, in dem ich geherbcrgt, eben eine Leiche war aus« getragen worden, nur aus einem andern Zimmer als dem von mir bewohnten. Mein Maulthiertreiber, der einzige Begleiter den ich hatte, erkrankte unterwegs unter pestähnlichen Symptome», und gab bei seiner Ankunft in Van nur schwache Hoffnung zur Genesung. Indem wir uns von den Wohnungen der Menschen abseit hielten, waren wir den Raubanfälken der Kurden mehr ausgesetzt; von der einen Seite drohte unS Raub und Mord, von der andern die Pest. Allarm. — Gupan-Berg. — Kurten. Am 26. Juni lagerten wir bei einigen Salzquellen zwei Tagereisen vom Aras. Mitten in der Nacht weckte mich lauteS Geschrei und als ich aufsprang, sah ich un« seres ganze Reisegesellschaft in vollster Verwirrung und aus Leibeskräften schreiend. Mein erster Gedanke war, wir seien von den Kurden in Ueberzahl angefallen. Meine Reisegefährten waren in Heller Verzweiflung und schienen alle Hoffnung aufgegeben zu haben. Ich warf einen schnellen