Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 8 (8.1842)
- Date
- 1842-08-01
- Page
- Seite 250 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427332--1924-4874375- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
250 Oie NeAorianer. dige Hülfe für dieses unterdrückte und geplagte Volk. Die Leute sind ohne einen geistlichen Führer und wie Schafe, die keinen Hirten haben, den Wölfen zur Beute Preis gegeben. Wenn in Van eine Station wäre, so könnten sie, bei der geringen Entfernung, von da auS besorgt werden. Den 6. Juli erstiegen wir den Berg bei Sir innerhalb einer Stunde; auf der Höhe führte unS der Weg über tiefe Schneelager. Dann ging ich hinab in ein Thal, von dem auS wir die Hauptstraße verließen, und über einige Felsspitzen hinüber steil und beschwerlich nach der Ebene von Albagh Hinabstiegen. DaS Schloß, in dem ich früher noch den unabhängigen Häuptling des Kurden- StammeS der Hakary besucht hatte, lag unS eine halbe Stunde nördlich. Wir setzten eine Weile 'unfern Weg durch daS enge Thal fort, in welchem Schulz der Treulosigkeit der Kurden erlegen ist. *) Hier begegnete unS der junge Häuptling, ein Knabe von sechs Jahren, mit seinem Gefolge. Er war auf dem Wege nach Van, um dort von den türkischen Behörden den Khalaat oder daS Ehrenkleid abzuholen. Dm 7. Juli. Ich kam zwei Tage zu spät, um der wöchentlichen Karavane nach Djulamerk mich anschlleßen zu können, und setzte daher meine Reise mit zwei Kurden fort. Während deS heutigen TageS hatte ich über« dieß die Gesellschaft von Abdullah Bey, einem Oheim deS Hakary.Häuptlings, und schlief mit ihm de- NachtS unter einem Zelt. Den 8. Juli. Meine heutige Reife wurde mir schwer durch daS Betragen meiner Begleiter. Mein Maulthiertreiber (oder Pferdeführer) verlangte einen Zuschuß zu *) Da« nähere über da« unglückliche Schicksal diese» Manne« sehe man G. t)2 ff. diese« Jahrgang«.