Mannheim
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  1. 1869-01-01 · Heft 1 · page 196

    198 ten könnten einem ähnlichen Geschick entgegengehen. Und allerdings ist diese Besorgniß nicht unbegründet gewesen, denn hat einmal in einem Staat der Religionsfanalismus die Zügel der Regierung ergriffen, ist der Rechtsstandpunkt aufgege…

  2. 1869-01-01 · Heft 1 · page 197

    199 Ministri Anglolandi ma? non ostante le eircostanze in ehe si trova questa Principessa per le quali gli conviene di aver verso loro non piccioli riguardi, non ne ha tampoco fatta veruna communicazione, il ehe mi e toccato di sentir di me…

  3. 1869-01-01 · Heft 1 · page 198

    — 200 - Interesse der Menschlichkeit ein dankbares Angedenken bewahren wird, die Wiederaufnahme der Juden bewirkte. Die Gründe, warum man schließlich die Juden wieder nach Prag kommen ließ, lagen zunächst in der alten Fabel des Menenius Agr…

  4. 1869-01-01 · Heft 1 · page 199

    201 Am 11. August 1746 sah sich die Statthalterei von Prag wieder genöthigt, zu Gunsten der Juden im Interesse des Staats zu interveniren. Sie weist Eingangs auf die prompte Ausführung des kaiserlichen Befehls, daß die Kranken von Prag wegg…

  5. 1869-01-01 · Heft 1 · page 200

    202 nicht unterschätzen. Man wird sich erinnern, daß auch in neuerer Zeit die Emancipationsfrage der Juden oft selbst von denjenigen, die für sie das Wort nahmen, gewissermaßen als eine Gnadensache betrachtet wurde, nnd suchte man sie vorn …

  6. 1869-01-01 · Heft 1 · page 201

    203 schlechter. Mit dem Propheten konnten sie sprechen: „der Sommer ist dahin, die Weinlese ist vorüber, doch uns ist nicht geholfen." Alle Eingaben, alle Vorstellungen waren fruchtlos geblieben. Die Kaiserin wollte weder auf die Stimme des…

  7. 1869-01-01 · Heft 1 · page 202

    204 fischen y12. Da die Juden jedoch so viel gelitten hätten, sollten sie nun statt der 40,000 Fl. nur 24,000 Fl. zahlen. *) Die Stallhalterei in Prag wies jedoch darauf hin, 25. Januar 1747, daß die Juden unter den bestehenden Verhältnisse…

  8. 1869-01-01 · Heft 1 · page 203

    …Efraim Jeiteles, Lob. Porges, Anschel Gumpertz, Mos. Jeiteles, David Frankl, HerzelMseck, Selig Thein, Sal. Koref, Sam. Lewi, Ensel Elbogen, Sim. Wedels und Nath. Ebstein. 2) Wir entnehmen einem Rapporte vom 1. Februar 1747 u. s. w. die Zahl de…

  9. 1869-01-01 · Heft 1 · page 204

    206 In der That kamen aber damals nach Prag mehr Juden, als die officiellen Ausweise anführten und manche nahmen ihren bleibenden Wohnsitz daselbst, obschon sie nicht die betreffende Bewilligung besaßen. Eigenthümlich genug war es, daß zu j…

  10. 1869-01-01 · Heft 1 · page 205

    207 Leuten unterwaltenden ungemeine Elend und Hungersnoth die Ursach gewesen." Trotz dieser Befürwortung rescribirte die Kaiserin: „ausf dise Stätte zu erlauben, wo sie über nacht bleiben dörffen, nicht aber in Prag." Wenn wir jedoch davon …

  11. 1869-01-01 · Heft 1 · page 206

    - 208 — Jnstruction an den Grafen Haugwitz, wegen der in Kriegszeiten in Böhmen eingerissenen Mißbrauche, Einundvierzig Gegenstände wurden zur Verhandlung gebracht. Der 39. und 40. Fragegegenstand betrifft die Juden. „39. ,^8on Steigerung d…

  12. 1869-01-01 · Heft 1 · page 207

    209 Krayß unter denen Christen der Judaismus schon wirklich eingerissen." — Wir wollen hier nicht näher daraus eingehen und erörtern, daß die Juden überhaupt fern von Proselytenmacherei sind (vergl. hierüber unsere „Judentaufen in Oesterrei…

  13. 1869-01-01 · Heft 1 · page 208

    210 den Propositionen versprochen: Die Miliz solle von den: Landmanne gänzlich abgesondert, Vorspann von dem Aerar bezahlt, die etwaigen Excesse von den Militärs und die dadurch verübten Schäden sollen vergütet und das Land von der National…

  14. 1869-01-01 · Heft 1 · page 209

    211 Die Liefergelder der militärischen Führungs-Commissarien . . . 25,000 „ — „ Instandhaltung der hiesigen ^ortiücation, Conservirung und neue Anschaffung der hiesigen Städte, Thor-, Brücken-, Bauerhaltung der Casernen und Restaurirung der…

  15. 1869-01-01 · Heft 1 · page 210

    212 diese allersubmißeste Proposition Jhro Majestät allerhöchste Befehle das mindeste entgegen zu setzen, das Verlangen dem Heilsamen universal systemati den standhaften Vollzug zu geben bemüßiget uns auf diese Mittel zu verfallen und gehet…

  16. 1869-01-01 · Heft 1 · page 211

    213 — Zoll und Mauthen, besonders aber in dem Oomercio davon erwachsen." Die Kaiserin bemerkte hierzu: „Wegen der juden habe schon resolvirt also zu sehen wo dise sachen einzubringen, wegen der Stattthoren wäre es besser, wenn gar keine for…

  17. 1869-01-01 · Heft 1 · page 212

    214 Dessentwegen nicht allein der Erstere, aber auch Pachta und Netolizky durch Decrete expresse von allen andern landes-Commissionen zu dispensiren waren, damit sie besser diesem Werke obliegen könnten. Zum Actuario benennte den Peche, der…

  18. 1869-01-01 · Heft 1 · page 213

    215 noch zehn Jahre zu bleiben, legte ihnen dafür jedoch eine viel höhere Steuer auf und sollten sie mit den mährischen und schlesischen Juden 300,000 außer den andern Anlagen bezahlen. Sie will ferner die Juden ausschließlich als Kammerkne…

  19. 1869-01-01 · Heft 1 · page 214

    216 wollte ein Verhältniß wie 5:2 festsetzen. Doch die Kaiserin entschied für obigen Modii«). Im Jahre 1744, als den Juden gestattet wurde Paradiesesäpfel und Palmenzweige für das Laubhüttenfest sich selbst anzuschaffen, wurde wie bereits b…

  20. 1869-01-01 · Heft 1 · page 215

    217 worden. Dazu käme noch, daß sie durch die Emigration sehr mitgenommen wurden, so daß sie derzeit ohne beachtenswerthen Handel sich aufgehalten, viele jedoch das Land verlassen und andere aus purer miserie das Leben eingebüßt haben. Die …