Mannheim
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  1. 1860-01-01 · Heft 1 · page 1

    Schriften herausgegeben vorn unter der Leitung von vr. Ludwig Philippsott in Magdeburg, vr. Z. M. Zost in Frankfurt a. M., Vr. A. M. Goldschmidt in Leipzig. Fünftes Jahr: 1859 — 1860. Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judmthums.…

  2. 1860-01-01 · Heft 1 · page 2

    für die Geschichte der Juden des Judenthums. Leip;»s - Oskar Lein er. 1860.

  3. 1860-01-01 · Heft 1 · page 3

    Vorwort Das Institut hat in den vorangegangenen Jahren geschichtliche Abhandlungen einzeln herausgegeben, die der Form nach darum weniger angemessen erschienen, als sie ihres geringen Umfanges wegen von den Abonnenten schwieriger aufbewahrt…

  4. 1860-01-01 · Heft 1 · page 4

    VI wird, auch nur das Meiste des Erschienenen kennen zu lernen und zu besitzen. Wir glauben daher dem Publikum einen wahrhaften Dienst zu leisten, wenn das Institut fortan jährlich einen Band geschichtlicher Abhandlungen als ein „Jahrbuch" …

  5. 1860-01-01 · Heft 1 · page 5

    VII ist, über die letzten zwölf Jahre in Preußen, die erst durch die Regentschaft des Prinz-Regenten k. H. ein Ende nahmen, hier aufgenommen haben. Wir thaten dies um so lieber, als dadurch sofort der Charakter, den wir dem Jahrbuche im All…

  6. 1860-01-01 · Heft 1 · page 6

    I. Schilderungen aus Rußland von Herrn RaVinowitsch, Advokat und Notar in Odessa. Aus dem Russischen überseht von Dr. I. M. Soft in Frankfurt a. M. i. 1

  7. 1860-01-01 · Heft 1 · page 7

    Vorwort des Uebersetzers. Äie folgende Darstellung ist im Juni-Hefte des Russkü ^VestnL (der Russische Bote) Band 21, vom I. 1859, in Moskau erschienen, also unter russischer Censur, was, wenn auch nicht für die getreue Aehnlichkeit der vor…

  8. 1860-01-01 · Heft 1 · page 8

    IV schon im Beginn des Jahrhunderts, namentlich unter der Regierung des hochgesinnten Alexander I. aufgestellten Grundsätze über die gesetzliche Behandlung der Ebräer (deren Zahl im nordischen Reiche mehr als ll/a Millionen Seelen beträgt) …

  9. 1860-01-01 · Heft 1 · page 9

    Gulden, welchen viele Hunderte armer deutscher Lehrer, aufgefordert ihre Papiere einzusenden, um das Schulwesen der Juden in Rußland umzuschaffen, erlitten. Die Klamme erlosch. Es kamen mehrere Staatsmänner bereits damals, von dem edelsten …

  10. 1860-01-01 · Heft 1 · page 10

    VI durch die Krankheit meiner Frau, welcher die böhmischen Bäder vorgeschlagen wurden, mit ihr nach Deutschland zu reisen veranlaßt, verweilte ich in Böhmen mehrere Monate. Innerhalb derselben lernte ich hier eine sehr bedeutende Anzahl geb…

  11. 1860-01-01 · Heft 1 · page 11

    VII gebung großer Erwartungen einen sichtlichen Umschwung bewirkt, der die Ausführung derselben mächtig vorbereitet. Wir haben nicht mehr leicht in den Hintergrund gedrängte Versprechungen, einleitende Thatsachen wecken bestimmtere Hoffnung…

  12. 1860-01-01 · Heft 1 · page 12

    VIII entfernte Kunde hatte. Man gönnt dabei tüchtigen und geistreichen Juden das Wort, und gestattet ihnen auch die rücksichtsloseste Aufdeckung der mitunter himmelschreiendsten Mißbräuche grausamer Willkür, von denen bis dahin die Regierun…

  13. 1860-01-01 · Heft 1 · page 13

    MrnMder der Vergangenheit?) Der Slrafnoi.") 1. ^lus dem Nebel der Vergangenheit steigen vor mir, nicht etwa längst vergessene, wie man zu sagen Pflegt, sondern vielmehr lange Zeit in der Tiefe meines Gedächtnisses schlummernde Schatten auf.…

  14. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 10

    10 die Ursache, daß ich die schmerzhaften Bilder tief im Herzen, verschloß und mich fürchtete, sie oft zu erwecken. Ich weiß nicht, ob ein Anderer an meiner Stelle anders verfahren möchte. Da ich nicht im Stande bin, die Bedingungen zu mild…

  15. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 11

    11 feit das Schicksal meines Volkes an, der Ebräer (Juden), deren Trübsale in meiner Seele mächtigen Widerhall fanden. Bekannt mit der Geschichte meines Volkes von dem undenklichen Alterthum an bis in die neuesten Zeiten, durchlief ich oft …

  16. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

    12 herrschenden Wohlstand und durch lautes Selbstlob, welches dreist auftreten konnte bei dem düstern Schweigen und der Unmöglichkeit eines Austausches der Gedanken, so wie der Seltenheit und Schwierigkeit einer gegenseitigen Mittheilung, d…

  17. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 13

    13 und, wie schon gesagt, saß auf eine Hand gestützt. Bisweilen lag vor ihm auf dem Fensterbrett ein aufgeschlagenes Buch, auf welches er die Augen heftete, aber aus dem krampfhaften Muskelspiel seines Gesichts und aus dem östern Reiben der…

  18. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 14

    14 stände zogen meine Aufmerksamkeit an, und ich vergaß ihn bald den ganzen Tag bis zum folgenden Morgen. Aber wie groß war mein Erstaunen, als ich, nicht sehr lange nach meiner Ankunft in der Stadt Z., da ich einst beim .Militär-Departemen…

  19. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 15

    15 wenn sie derselben Am meisten bedurfte.*) Ich wußte auch, wie an vielen Orten, die erschöpft waren durch frühere Aushebungen und durch die Flucht erwachsener Jünglinge, Knaben unter zehn Jahren als Rekruten genommen wurden; überall verna…

  20. 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 16

    16 ich nach der Seite hinwies, wo nach' 'meiner Ansicht das Zimmer des Unbekannten sich befand. Das Haus gehört nicht mir, antwortete die Wirthin. — Ich habe ihn bloß in Miethe und Kost, — der Mann, nach dem ihr fraget, ist Soldat. Wie so i…