Mannheim
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188719001913
  1. 1910-01-01 · 1910 · p. Seite 32

    … v. Müller 6. La Lessive.............. ...... Dalcroze 7. Baby-Polka. 8a. Der Taugenichts . . 8b. Trutz, Blanke Hans 9. Voltaire, Dialogue . 10. Kiri, kiri, ka . . . 11. Das Tal des Espingo 12. Keulenübungen. 13. Springseilfihungeu. 14. Ballübungen…

  2. 1911-01-01 · 1911 · page 1

    Philanthropin Realschule und höhere Mädchenschule der israelitischen Gemeinde FRANKFURT a. M. Programm Oster n 1911. Inhalt: Schulnachrichten. Vorn Direktor Dr. S. Adler. Die Abhandlung des Prof. Dr. Kracauer: „Die politische Geschichte der…

  3. 1911-01-01 · 1911 · page 2

    Die politische Geschichte der Frankfurter Juden bis zum Jahre 1349. Vom Oberlehrer Prof. Dr. LKracauer. Beilage zum Programm des Philanthropins, Realschule und höhere Mädchenschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main. Ostern 19…

  4. 1911-01-01 · 1911 · page 3

    …en. Allen denen, die mich bei der Arbeit unterstützt haben, Herrn Archivdirektor Professor Dr. Jung, Herrn Dr. Brann in Breslau, Herrn Bibliothekar Dr. Freimann und Herrn Architekten Ch. L. Thomas sei an dieser Stelle der gebührende Dank ausgespro…

  5. 1911-01-01 · 1911 · page 4

    Es ist auf den ersten Blick eine auffallende Erscheinung, daß, während Köln, Mainz, Speier, Worms, Würzburg und andere Orte am Rhein und Main und auch an der Donau schon im frühen Mittelalter von Juden besiedelt waren, Frankfurt bis tief in…

  6. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 4

    — 4 — Als der zweite Kreuzzug den Juden am Rhein und Main ein ähnliches Los zu bereiten drohte, eilte Bernhard von Clairveaux nach Deutschland, und in Frankfurt hielt er im Hainer Hof jene zündenden Reden, die den anwesenden Konrad III. zur…

  7. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 5

    — 5 — Christliche Quellen erwähnen eine dauernde Niederlassung von Juden in Frankfurt erst am Ausgang des zwölften Jahrhunderts. Wir entnehmen aus ihnen, daß die Frankfurter Juden in Beziehungen zu denen Kölns standen. Diese Stadt war damal…

  8. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 6

    — 6 — denn die jüdische Gemeinde lebte dort lange Zeit ohne jede Anfeindung1). Die Juden wohnten in dieser ersten Zeit im Süden der Stadt am Main, und zwar an der nach dem gegenüberliegenden Stadtteil Sachsenhausen führenden Brücke oder unw…

  9. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 7

    …en werden2). Uns interessiert nur die erste Gruppe, zu der auch die Wetterau gehört; ihre vier Reichsstädte, Frankfurt, Gelnhausen, Wetzlar und Friedberg, zahlen zusammen 740 (kölnische) Mark8), Frankfurt allein etwas mehr als ein Drittel, nämlich 25…

  10. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 8

    — 8 — kämpfte mit ihm und den lombardischen Städten erbittert um die politische Machtstellung, währenddessen führte als sein Stellvertreter sein schwacher Sohn Konrad die Regierung, ein Kind noch; die deutschen Fürsten hatten ihn, den Neunj…

  11. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 9

    Bei der immer mehr wachsenden Erregung gegen die Juden konnte auch ein unbedeutender Vorfall die Leidenschaften gegen sie entfesseln. Am 29. Mai 1241x) kam es in Frankfurt zum offenen Kampf zwischen Christen und Juden. Die Veranlassung dazu…

  12. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 10

    — 10 — brennen1). Nach den Erfurter Annalen hätten die Juden ihre Häuser selbst angesteckt und sich darin verbrannt. Das Feuer habe sich dann weiter verbreitet und die Hälfte der Stadt sei dabei eingeäschert worden. Unter dem Schutze der Du…

  13. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 11

    — 11 — unter denen sich ein Rabbiner (ipsorum quidam episeopns) befunden haben soll, eine mit Recht angezweifelte Behauptung, da die drei Rabbiner der Gemeinde sich unter den Getöteten befanden). Ihr Los teilten auch drei Franzosen1) (David…

  14. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 12

    — 12 — worden waren, sich ihrer angenommen und ihre Unschuld feststellen lassen1). Es stand darum wohl zu erwarten, daß er die Ermordung der Juden in Frankfurt nicht ungesühnt lassen würde. Sie waren ja die königlichen Kammerknechte, stande…

  15. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 13

    … Eppstein, mit dem Grafen Heinrich von Weilnau und anderen Herren, dazu mit den wetterauischen Keichsstädten Friedberg, Wetzlar und Gelnhausen einen Landfrieden auf drei Jahre, in den auch ausdrücklich die Juden aufgenommen werden; die Zusammenrot…

  16. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 14

    — 14 — fundenen Leichnam in ihr Haus würfen, um sie ihrer Güter und ihres Lebens berauben zu können; auch hatte er solche Übeltäter mit dem Kirchenbann bedroht1), aber die Blutbeschuldigungen gegen die Juden und der religiöse Wahn wollten d…

  17. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 15

    …chätzte Rabbi Meier von Rotenburg; er ward unterwegs gefangen genommen, an König Rudolf ausgeliefert und auf das Schloß Ensisheim im Oberelsaß gebracht. Gegen ein ungeheures Lösegeld — 20000 Mark — wollte der König ihn freilassen, aber Meier untersa…

  18. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 16

    — 16 — In dieser Not sprang der Erzbischof von Mainz dem Könige bei und verpfändete den Gläubigern einige Stiftsgüter. Vielleicht war dieses mutige Verhalten des Schultheißen ein Grund dafür, daß der König erst zwei Jahre nach der Wahl die …

  19. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 17

    — 17 — Die Namen der Juden1) und Christen stehen auf demselben Blatt durcheinander; hin und wieder wäre es zweifelhaft, ob der Aufgenommene ein Jude ist, da die Angabe judeus oder judea bisweilen fehlt2), wenn wir nicht sonstige Nachrichten…

  20. 1911-01-01 · 1911 · p. Seite 18

    — 18 — er mit der Begründung: „Ihr gehört uns mit Leib und Gut an, wir mögen mit euch scharfen, tun und handeln, was wir wollen und wie es uns gut dünket". Die Juden waren also ein kaiserliches Regal gleich den Bergwerken, Zöllen usw. gewor…