Mannheim
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  1. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 9

    Kurz ist das Leben, gemessen soll man es, eine hedonistische Stimmung lässt sich aus dem letzten Verse herausfühlen. War der Totengräber in einer allzu ironisierenden Laune voll lebensphilosophischer Betrachtungen, dass man y im Leben keine…

  2. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 10

    10 — Schreit men, farwus, ich hob nit farrecht, Darwargyn soll er sich mit dem Bissyn. A Chasen is oich schlecht, wie men kykt arein, Es is ouch fyn die schlechte Parnusses1), Akegyn kon men ihm nit m'rachem2) sein, Yber mir sogt men up fyn…

  3. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 11

    Ich schrei, — es is far Gott a Synd, Zy singen zweimol ein Wort. Der schlimmste Beruf auf der Welt ist doch der des „Chasyn" Um zu gefallen, müsste er nach dem Kunstsinne eines jeden singen, sein Dasein ist tatsächlich nicht beneidenswert. …

  4. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 12

    Is men mich mechabed1) zy darschen2) in Schyhl. Far dreht men mir meine Juhren Yn der Kopp wet mir wie ein Mühl. Und wenn er schon die Predigt, voll pilpulistischer Spitzfindigkeiten, gehalten, sind die meisten unzufrieden, ja verdächtigen …

  5. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 13

    Ich nebach gymeiner Belfer, Mein Erwerbung is mit Müh, - Der Talmid1) sugt, er ist mein Helfer, Zym Sof) hob ich fyn ihm kein Ryh. Auch bei ihm können wir das typische Merkmal aller dieser Berufe (wie Schames, Chasen etc.) konstatieren, die…

  6. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 14

    …cht eigentlich der Dichter dieser unglücklichen, dem Elend verfallenen Menschenklassen geworden, in demselben Masse wie Morris Rosenfeld ein Arbeiter-Dichter ist, doch fehlt Berl dessen feine psychische Kultur. War er doch nichts mehr als nur ein Anfänger,…

  7. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 15

    Proben aus Berl Broders Liedersammlung. v :^1ÜM. l! fetlfl^-: I JSM!il^^!^—-;—'- Lied fyn ein Wochyngelder. l. Ich nebach Wochyngelder1), Dy weit schreit, es geit mir gyt, Far Zurys2) wer ich aly Tug elter, Weil men schelt mich far mein Bly…

  8. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 16

    . 5. As einer kymt zy mir Geld nehmen, Wus mit mein Blyt zohlt er jedyn up, Dernoch wil er mich nit kenen, Dorch der Toiweh1) fyn mein Qub', Gylygyn hob ich ihm ym gytyn Geld Yn geschrybyn Noten nor, Dernoch schelt er mich: bakym dy Kelt Yn…

  9. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 17

    — 17 — Dus besty of der Welt ys der Schluf, Ober ym Schluf zy sejn ein.Mus, Of der Welt ys dus der grester Struf. 3. Ihr Menschen nehmt Ejch ein Beispiel, Fyum Feigele, wus yn dy Lyft schwebt, Of dem Zwejgel sorgt es nyt fyl, Bis es dem sys…

  10. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 18

    ' , 7.. ' ■ . Ach! Morgyn mit dein Unkymen, Dy Tou derkwikt nor dy Erd, Ach wie schejn dus Angenyme, Dus Qesang fyn die Feigel,- as men hert, Dus Grus ys beim Kolier rejn gryn, Yn der Kanaryk schwyptschyt, Es heibt ouch un zy sym'n die Byhn…

  11. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 19

    Zur jüdischen Kulturgeschichte im österreichischen Vormärz. Von Dr. Grunwald. (Schluss.) Gebieten darauf allen, und jeden Unseren Nachgesezten Geist- und Weltlichen Obrigkeiten, jezig und künftigen Nieder-Oesterreichischen Repräsentation un…

  12. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 20

    Rom. Reichs Erztruehsess, und Kurfürst zu Jülich, Cleve und Berg, Herzog etc. etc." etc. Entbiethen allen und jeden Hoch- und Niedern Standspersonen, Kriegs-Officiren und allen Unserm commando Untergebenen wie. ingleichen Unsern Hofraths-Pr…

  13. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 21

    — 21 — führende Ober- und Untergewehr abzunemmen, sondern vielmehr allen befördersamen Willen zu bezeigen, auch das sonsten ein und anderer Orten zu entrichten habende Schutz- oder Schätzung-, dann Abfahrt-Geld- oder wie es Nammen haben mög…

  14. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 22

    Vom Verwaltungsamte der Hochfürstlich Esterhäzyschen Herrschaft (Eisenstadt) in Nieder-Ungarn am (12. Oktober 1831). , Unterschrift. 9. Aufenthalts-Zettel. : Jud (Löwi Gans) hat heut . . . erlaubt sich hier aufzuhalten. B u d w e i s (am 13…

  15. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 23

    Mar c u s F a n t a, geschwohrener Schreiber, und L ö b 1 W a h I e , geschwohrener Schull Klopper, beide der Prager Judenschaft bey ihren ob sich trägenden Aydespflichten folgendes ausgesaget: Der Jüdische Original letztere Heuraths-Contra…

  16. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 24

    — 24 ~ dessen die eigenhändige Namensfertigung und das beygedruckte Amtssiegel. Prag, den 16ten Mai 1844. Salomon Rapoport, erster Oberjurist und Matrickenbuchführer. Ingross. Lib. Attest, fol. 7 pag. 2 Nro. 90. Jos. Sam. Landau. 15. Ehe h …

  17. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 25

    — 25 — (Rosalia Naphtale Brandeis) in das Familienrecht (Njro. 1083) erhalten, und nunmehr sowohl Familiant als auch Contribuent bei hierortiger Israeliten-Gemeinde bin, ich alle obhabende Pflichten eines Famiiianten und (Kontribuenten sowo…

  18. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 26

    …n ist, welches mit meiner Unterschrift und beygedrucktem Siegel hiermit bekräftigt wird. Prag, den lten September 1837. Samuel Freund, Oberjur. und Rel. Vorsteher. Coram me Jos. Schütz, M. Rath. Herz Homberg, k. k. Schulrath, ausserord. Lehrer der relig…

  19. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 27

    …digen Namensunterschriften und das beigedruckte Amtssiegel. So geschehen Prag, den 4. Oktober 1847. Salomon L. Rapoport Samuel Freund, Oberjur. u. Religionsvorsteher. Eph. L. Teweles, Oberjurist u. Religionsvorsteh. 20. Kreisamtliche Ehebewilligung.. An…

  20. 1913-01-01 · 3 (1913) · p. Seite 28

    … Blutsverwandtschaftsgrade durch .eine jüdische Ceremonie losgesagt hätte. ~ Urkund usw.: — . Prag, den 13. April 1817. Eleasar Fleckeles, Oberjurist. Samuel Landau, Oberjurist " - b) Wir endesgefertigte prager israeL Oberjuristen und Religionsvorsteher bez…