Mannheim
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  1. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 21

    21 Nach einer Weile nahm ich das Gespräch wieder auf und redete ihn an: „Lassen Sie mich jetzt die Frage an Sie richten: Sind Sie dem Versprechen treu geblieben, welches Sie Ihrem sterbenden Vater gegeben, und ist das Wort Gottes fort und f…

  2. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 22

    22 arbeiten, wie beim Tageslicht. Nun weiß ich gewiß, daß in dem letzten dunklen Winter die Mädchen, die gesunde Augen haben, mehr als 30 Mark für das Licht, bei dem sie arbeiten mußten, ausgegeben haben: ich aber habe das erspart, und eben…

  3. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 23

    23 so recht das Wort der Schrift: Am Morgen säe deinen Samen, und laß deine Hand des Abends nicht ab; denn du weißt nicht, ob dies oder das gerathen wird; und ob es Beides geriethe, so wäre es desto besser." Als ich fertig mit dem Lesen war…

  4. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 24

    24 blickt sein Feld und sieht oft statt des göttlichen Samens, der aufgeht und eine reiche Ernte verheißt, nichts als Wicken, Disteln und Dornen. Ich fühlte mich selbst am Rande der Verzweiflung; aber da ich meine Hoffnungen durch die Erwäg…

  5. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 25

    25 des Evangeliums zu ziehen; aber es steht in der Macht der freien Gnade des heiligen Geistes, wie der große Apostel sagt: „Aus Gnaden seid ihr selig worden". Schnellen Schrittes trat ich in den Laden. „Wie befinden Sie sich, Herr B.?" Der…

  6. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 26

    26 ( einen Strom von Thränen aus, indeß aber rief sie: „Weh' mir, weh' mir! Ich habe gegen meinen Gott und Heiland gesündigt! — Keine Gnade mehr für mich!" Sie fiel in Ohnmacht. B., ihr Ehegemahl, stand erschrocken da und starrte mich an. I…

  7. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 27

    27 jedes Wort aber alsdann meinen Zuhörern in's Holländische übersetzend: „Du bist der treue Hirte! Von dir ist uns gesagt: Küsset den Sohn! Du bist der allein Gewaltige in der ganzen Welt! Du der Herr Israels! Der Herr aller dienstbaren Ge…

  8. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 28

    28 Eparchien oder Gouvernements. 1862 1863 1864 1865. Wolhnien ... 2 3 5 10 Wologda ... 1 — — — Warschau ... 4 Grusinisches Eparchat, Kubansches u. Tereksches Kosaken- 5 31 14 Heer .... — 2 männl. 2 weibl. 2 m. 1 w. Don. .... 3 2 4 4 m. 3 w…

  9. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 29

    SS Eparchien oder Gouvernements. 1862 1863 1864 1865. Smolensk . . . 6 8 7 7 Saratow . . . 2 3 5 2 Simbirsk . . . 3 1 1 — Samara . . . 3 8 2 1 Tambow . . . 5 1 6 — Tula . . . . 7 5 3…

  10. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 30

    30 staatlicher Zwang geAbt, welcher seitdem fortgefallen ist. Seit dem Jahre 1860 bleibt sich hingegen die Zahl der Getauften ungefähr gleich, sie ist sogar gegen die ersten 5 Jahre des ersten Jahrzehnts, von dem wir berichten konnten, gewa…

  11. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 31

    31 Ich finde einzig dadurch Ruhe, daß ich sie recht oft der treuen Hirtenpflege Jesu befehle und übergebe. Da es ihnen während des vergangenen Jahres unmöglich war, das Geld, das ich ihnen im Herbst 1876 nach Massua sandte, von dort zu bezi…

  12. 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 32

    …udenthums" verräth mit ihrem Zorne nur, daß sie die Wahrheit des Buches gefühlt und von ihr getroffen ist." Inhalt: Dr. Martin Luther: Daß Jesus Christus ein geborner Jude sei 1523. — Der Talmud. — Tröstliche Erfahrungen. — Judentaufen in der russischen…

  13. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 1

    Dibre Emeth oder Stimmen -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von Z. C Hartmann, fortgesetzt von B de ke Roi. Nr. 3 u. 4. 1878. 34. Jahrgang. Thränensaat in Abessinien. Missionar Flad in Kornthal hat die ersehnten Briefe…

  14. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 2

    34 Kampf des Glaubens kämpfen. In ihren Familien und untereinander leben sie in Liebe und Frieden, was, so lange sie Falascha waren, nicht ihre Gewohnheit war. Von den Proselyten auf der Station darf ich sagen, wir leben untereinander im Ge…

  15. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 3

    35 Falascha, die sie ft'üher kannten, bewundern sie, und wir zweifeln nicht daran, daß durch ihren guten Einfluß viele sich bekehren und an Jesum glauben lernen werden. Sie besuchen uns oft, und wenn Sie Ihre Genehmigung geben, würden sie s…

  16. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 4

    SS Opfer auf eurem Altar, wir gaben euch den Zehnten von all unserm Einkommen, wir fasteten und thaten unfern Leibern wehe; aber, theure Väter, ich fand keinen Frieden darin. Ich hatte nie ein inneres Gefühl, daß meine Sünden vergeben und w…

  17. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 5

    37 wurde, der Herr unsere Gerechtigkeit zu sein, macht jeden umkehrenden, bußfertigen Sünder selig. Nach diesem wurden viele Bibelstellen gelesen und erklärt. Drei Tage blieben wir in dem Ort Wofta und machten die Falascha mit Jesu bekannt,…

  18. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 6

    38 bettet* Furcht, Hunger und Durst kamen wir wohlbehalten bei den Unsrigen an, mit denen wir dem Herrn für alle erfahrene Güte und Treue dankten; besonders, daß er es uns möglich gemacht hatte, ihn den in Finsterniß sitzenden Falascha beka…

  19. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 7

    39 reisen hin und 24 Tagereisen zurück machten wir zu Fuß und zwar barfuß. Ach, wie viele Schweißtropfen wurden da vergossen, wie viele Dornen mußten fast täglich aus den Fußsohlen gezogen werden, wie viele Seufzer sandten wir himmelwärts, …

  20. 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 8

    40 die Worte Anwendung: Selig sind die Tobten, die in dem Herrn sterben von nun an, denn sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Was wir arbeiten. An den Sonntagen halten wir unsere Gottesdienste, die besucht sind. Mei…