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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 3-4 (1878) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
3-4 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 wurde, der Herr unsere Gerechtigkeit zu sein, macht jeden umkehrenden, bußfertigen Sünder selig. Nach diesem wurden viele Bibelstellen gelesen und erklärt. Drei Tage blieben wir in dem Ort Wofta und machten die Falascha mit Jesu bekannt, der da ist der wahre Gott, der Vater der Ewigkeiten, der Fürst des Friedens, der Herr unsere Gerechtigkeit, der Born wider alle Sünde und Unreinigkeit. Sichtbar machte das nie gehörte, zum ersten Mal an diesem Orte verkündigte Wort auf Viele einen tiefen Eindruck. Noch andere 12 Tage blieben wir in Quara, besuchten viele Juden in ihren Orten und verkündigten ihnen die gute Botschaft. In allen Dörfern, eins ausgenommen, wurden wir von den Falascha freundlich ausgenommen. Groß und Klein versammelte sich um uns und hörte unter dem Schatten eines Baumes uns zu. Wir hatten oft mächtige Gegner, die Stunden lang disputirten; aber wenn wir ihnen in ihrer eigenen (der äthiopischen) Bibel Stelle um Stelle zeigten, wurden sie oft von ihrem Jrrthum überwiesen und riefen aus: Aunat, Aunat! Wahrheit, Wahrheit! Ich hege keinen Zweifel, ihrer Viele wurden durch unfern Besuch zum fleißigen Bibellesen und Bibelforschen angetrieben. Andere erkannten, daß durch des Gesetzes Werke Niemand gerecht wird, sondern wir eines Mittlers bedürfen. Sehr häufig kamen die blutigen Opfer zur Sprache, auf welche die Falascha alle ihre Hoffnungen bauen. Das Ungeziemende, Gott Mißfällige derselben außer dem Tempel zu Jerusalem zeigten wir ihnen aus 5. Mose 12, 13; 14, 23—26; 16, 5. Jos. 22, 1—30. Aus Dan. 9, 24-27 und Jes. 53 zeigten wir ihnen das Opfer, welches seit der Zeit des Neuen Bundes (Jer. 31, 31 ff.) allein gültig ist vor Gott und allein zur Hinwegnahme unserer Sünden taugt. In vielen Falascha - Häusern fanden wir Exemplare von unfern Bibeln, Bibl. Geschichten und Traktaten und Anzeichen dessen, daß dieselben zum Segen geworden sind. Oft wurden wir gebeten, unsere Besuche das nächste Jahr zu wiederholen und 2 bis 3 Monate zu bleiben. Gern wären wir länger in Quara geblieben, hätte nicht das Gerücht, der König von Schon fei. im Anzug nach Dembea, uns genöthigt, nach Hause zu gehen. War nun die Reise im Kommen unsicher, so war es die Rückreise doppelt. Wir liefen Tag und Nacht jebed Dorf vermeidend, bis wir Alafa erreicht hatten. Dort und in Dagusa besuchten wir unsre Brüder, die Proselyten. Nach viel ausgestan-

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