Mannheim
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  1. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 143

    143 jetzt die großen Entfernungen sich so gewaltig reducirt haben, über die jüdischen Verhältnisse Jnnerastens bisher so durstige Nachrichten zu uns gelangt sind; die Flußgebiete des Euphrat und Tigris, die Ebenen Irans namentlich, von so v…

  2. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 144

    144 Elend, worin die hiesigen, auch die reichen Juden leben, war es mir bis jetzt, trotz des vielen Suchens, noch nicht möglich einen Berührungspunkt mit ihnen aufzufinden, um ihr häusliches Leben näher kennen zu lernen. »Ihre Physiognomie …

  3. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 145

    meist ungepflegten RingeUocken herabsällt. — Zhre Wohnungen zeigen durchaus tiefe Armuth und Verwahrlosung; den Eingang bildet meist ein zum Verrammeln geeignetes Loch, dock sollen einige derselben innen elegant ausgestattet sein.« In einem…

  4. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 146

    i4ti »Die größte»: Judengemeinden sind zu Hamadan, Jspahan,Kaschan,Kermanschah. In Kurdistan sind sie überall einzeln versprengt. Auch in Senne ist eine größere, in Demavend eine kleinere Gemeinde. — Im Städtchen Rhe so wie in Hamadan treib…

  5. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 147

    …nichts Geschriebenes aus früherer Zeit besitzen; die hier vorkommenden hebräischen Druckwerke stammen alle aus Livorno, Wilna, Wien und Prag. Im Briefwechsel bedienen sie sich der hebräischen Sprache und haben eine eigene Cursivschrift, die der …

  6. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 148

    148 Jahudi, wie das Grabmal Esthers mtb Mordechais' genannt wird. Es ist ein capellenähnliches Gebäude von dem hier beigegebenen Grundriß, von guten r; Backsteinen erbaut, von etwa 60 Fuß Höhe, L, rj mit einer Kuppel überwölbt, auf welcher …

  7. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 149

    149 cher die hiesigen Juden ihre Urkunden ansstellen) und ergibt das Jahr 1621 uack dem Tode Alexanders Zugarnein (des Gehörnten). »Uebrigens ist'aus dem Inhalte ersichtlich, daß diese Inschriften blos Kopien älterer mit neuen Zusätzen sind…

  8. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 150

    150 U£jü uauiu ».awc, <71:u suuca iu cutc ft, א ul יסא^ צורת ארון אסתר הצדקת ויע״א האלה וגכת! היהודי את כל תוקף גמאל סתאם האההם החכמים

  9. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 151

    תתן הסירך לראות שחת : תודיעני אורה חייט שוכסע (71QUI.U «U 3:1 C/I11C11U CJ kUVL. uiu cöiutu צורת ארון מרדכי קיש איש ימיני ־׳ תעזוב נפשי לשאול

  10. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 152

    152 Auf dem Grabe der frommen Esther. »Hub das Gebot Esthers bestätigte diese Verordnung des Purim und wurde in das Buch geschrieben. Und der König Ahasverus legte Tribut auf dem Lande und den Inseln des Meeres.« * (Esther 9, 32; 10, U »Und…

  11. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. [Seite]

    Dr. 3. E. Polak, Leibarzt des Schahs von Persien und Professor der Anatomie und Chirurgie an der Militarfchule zu Teheran. Eine biographische Skizze von Med. Dr. Philip Goldberg. Nachdem so viele strebsame Industriemänner unseres Vaterlande…

  12. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 154

    154 Ein dunkles, ihm selbst unerklärliches Vorgefühl hatte seit jeher sein geistiges Auge nach dem Orient geleitet; mit lebhaftestem Interesse las er die denselben behandelnden neuern Reisen und Forschungen, und mitten unter seinen concrete…

  13. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 155

    155 raschen aber wohl überlegten Entschluß, den Posten anzunehmen und — daselbst etwas Gutes zu leisten. Wir wollen nun sehen, wie er diese sonderbare Mission auffaßte und ausführte. Die drei Sommermonate vergingen unter Studium der persisc…

  14. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 156

    156 Von dieser 7000 Fuß über dem Spiegel des schwarzen Meeres in einer Hochebene gelegenen Stadt machte Dr. Polak einen Abstecher zu dem 8000 Fuß hohen Gianr-Dagh, um die daselbst entspringenden herrlichen einundzwanzig Quellen desEuphrat z…

  15. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 157

    trag in persischer Sprache war bald die erworbene Gewandtheit in der Eonversation ohnehin allein nicht hinreichend. — Bei uns haben die Studenten aller Nationen, wenn sie zu den naturwissenschaftlichen Studien kommen,, wenig Schwierigkeit m…

  16. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 158

    158 unverweilt an die Abfassung eines persischen Handbuchs zum Gebrauche für seine Zuhörer. Eine solche Arbeit konnte nur einer so seltenen Eom-. bination von Fleiß und einem an Genialität grenzenden Sprachtalent in so unglaublich kurzer Ze…

  17. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 159

    159 Im Anfang des Jahres 1855 verfiel Dr. Polak, vermuthlick angegriffen dnrch die enormen geistigen Anstrengungen, in eine mehrwöchentliche typhöse Krankheit und mußte dann zu seiner Stärkung die warmen Quellen von Ask besuchen. — Schon fr…

  18. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 160

    160 Dieses redliche und verdienstliche Streben erwarb ihm auch die warme Anerkennung der persischen Staatsmänner und endlich auch die besondere Huld und Gnade des persischen Monarchen. Nach Erscheinen der »Anatomie« erhielt er von Seiner Ma…

  19. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. [Seite]

    …besondere Freunde von Fischen. In der Wüste sehnten sie sich darnach, in Kanaan war die Fischerei am Jordan und dem See Tiberias bedeutend und noch heute dürften die Saucen der Fische oder deren Zubereitung überhaupt von solcher Güte'wie in den jüd…

  20. 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 162

    162 Gewalt unterdrückt werden konnte. Feurige Pasquille gegen Obrigkeit und Bürgerschaft, von den Juden fabricirt, waren am Rathshause und mehren Kirchenthürmen angeklebt. Die Pasquillanten wurden von ihren eigenen Glaubensgenossen endlich,…