Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 193)
- Language
- German
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149 cher die hiesigen Juden ihre Urkunden ansstellen) und ergibt das Jahr 1621 uack dem Tode Alexanders Zugarnein (des Gehörnten). »Uebrigens ist'aus dem Inhalte ersichtlich, daß diese Inschriften blos Kopien älterer mit neuen Zusätzen sind, da sonst der Ausdruck: »dies war geschrieben auf der obern Lade« unverständlich wäre, daß folglich gegenwärtiges Denkmal eine Renovation eines früher hier bestandenen zu sein scheint. Die Charaktere der Inschriften sind genau die aller in Europa gebräuchlichen Gesetzrollen. Die Aussprache derselben durch meinen Führer hat mehre Zischnnd Kehllaute und erinnerte an das Arabische. Die Data der an den Stufen der Grabmäler aufgehängten Votivtäfelchen waren natürlich alle bei Weitem jünger.« Uebersetzung der nachfolgenden Grabschristen. Auf dem Grabe des frommen Mordechai. »Es wird Hervorbrechen wie Morgenroth dein Licht; dein Heil sprießt bald hervor; deine Gerechtigkeit gehet vor Dir her und die Herrlichkeit Gottes nimmt dich auf.« (Jesaias 58, 8.) Dieses auf der Vorderseite. »Ein jüdischer Mann war in der Residenz Susa, Namens Mordechai, Sohn Jairs, Sohn Schimeis, des Sohnes Kisch, ein Mann aus Benjamin.« (Esther 2, 5.) Dieses befindet sich rings um den Sarg. »Darum freut sich mein Herz, frohlockt mein Inneres, auch mein Leib wird sicher ruhen. Du gibst der Gruft nicht meine Seele Preis, du lassest dem Frommen nicht den Untergang schauen. Du machst mir bekannt den Weg des Lebens, Frendenfülle ist vor deinem Angesichte, ewige Wonne in deiner Rechten. (Psalm 16, 9—11.)