Mannheim
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  1. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 135

    134 wird, wie dies eben in unserm Herzogthume gescheht«! Denn leichter brechen sich synagogale Reformen eine Bahn in großen Gemeinden, als in kleinen, in welchen sie nicht von starker Intelligenz unterstützt werden und die orthodoxe Partei …

  2. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 136

    15« dir erwähnten hier ins Leben getretenen Verbesserungen sich bald weiter verbreiten werden zur Abkürzung des langweilenden, alle Andacht und äußere Ordnung rrtödtendcn, nur völligen religiösen Jndiffcrcntikmus befördernden Gottesdienstes…

  3. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 137

    V!: 137 “ men fein, wenn auch die Letzteren etwa hie und da Manche» darin nicht gehörig und genügend finden sollten. Jedenfalls aber wird diese einigermaßen historische Schilderung deS traurigen Zustandes und der überaus großen lind Bittern…

  4. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 138

    . 138. : ' von sich wcggestoßcn hatte, fanden die Juden in Polen cjite Zuflucht hier, mitten zwischen halbcivilisirtrn und ganz mieivilisirten Völkern, nicht durch das Gesetz vertrieben, konnten sie, wenn auch nicht ohne harte Mißhandlungen…

  5. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 139

    130 Juden besitzen Kramladen, und berühren in ihrem Geschäfte dir Straße nicht. Unglaublich viele sitzen an ihren Lhü» ren oder auf den Märkten an einem kleinen Wechscltisch von etwa zwei Ouadratfuß Größe , auf dem sie ihre Münze» reihenwei…

  6. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 140

    110 ■ aufhören soll. *) Der oft frrßlange Spitzbart vertritt zugleich die Halsbekleidung. Derjenige Jude, welcher ein . Halstuch oder einen Hosenträger benutzte, würde von seittctt Genofferl für einen Ketzer (!) und Aufklärer gehalten werde…

  7. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 141

    -Ul: ihren Glaltbensgenossen, ebenso wie die HandwcMklasse, wie Parias (!) behandelt und gehören (also dadurch!) entschieden zu dem. unglücklichsten Lhcil der Bevölkerung, da auch die Russen sich von ihnen mit Verachtung (!) zu- - rückzichc…

  8. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 142

    :; v ■■ ÜS . dem Faktor des Hauses mit/ der immer ein Jude ist. Der merkt sich genau, wovon die Rede ist , geht auf die Straße und fragt den ersten besten Juden, der vorübergeht: Kannst du Mir nicht verschaffen das. oder das, oder das? Der …

  9. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 143

    . 143 dieser Rare gehören die seltenen Fälle von Wohlbeleibtheit in höheren Jahren. Me Juden sprechen unter sich deutsch; vielleicht weil sie sich dem germanischen Herzen nahe Wien. Und doch hat Deutschland mit feinen Judenverfolgungen, Jnd…

  10. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 144

    144 ■ / pen des hcimathloscn Volkes umherging. Das waren keine Polizcigesichtcr, sondern offene, ehrliche Hebräeraugcn, mit dem schwcrmülhigen, orientalischen Feuerblick, der die Sehnsucht nach der verlorenen , fernen Heimath nicht verberge…

  11. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 145

    Welsch nahmen es mit der SMathsfeier nicht ganz so scharf. Bei unserer Ankunft Abends in Schklo w wurden wir zu Israeliten geführt, sahen uns die reinlichen, warmen Stuben derselben mit Wohlgefallen ach und beschlossen, die Nacht hier zu bl…

  12. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 146

    .; '; U6 ruhigte die beleidigte Gesellschaft jedoch sehr bald, und fie kamen nur noch einmal an. um angelegentlichst um Verzeihung M bitten (!), daß sie uns gestört hätten. (Die armen Menschen, bei denen bloß, der Anblick der Doppel- Adler …

  13. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 147

    - / , ' 147 zen der Möglichkeit nach allen Seiten, ehe er sich ernstlich einläßt. Und der äkleinruffe ist zu stolz und zu eigensin» nig, um sich zu seinem Bortheil für einen Andern zu de» mühen." - IV. Woher? Wohin? Wozu? Di« drei wichtigst…

  14. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 148

    ' 148 ren; aber es kann der aufrichtige Denker nicht umhin, der Wahrheit die Ehre zu geben und zu gestehen: „das Woher ist uns unbekannt." Eben so rathlos stehen wir am andern Ende der Lcbenskette. „Wohin dies Alles? Wohin ich selber'?" fra…

  15. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 149

    : . i4d diese Stufen der Gottcscrkcnntniß, so niedrig sie inuuer seien , beachten und würdigen. Der Faden der Vernunft, so abgerissen er auch im dunkelsten Aberglauben erscheint, ist auch bei dem unentwickeltsten Volke doch immer i» einem Z…

  16. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 150

    ISO in daS Endliche, die Unbestimmtheit des Jen fei tS a u f das Di es sei t s hi n weise n. Weil wir das Woher und Wohin zu erforschen nicht vermögen, sollen wir fragen: „Wozu das Alles? Wozu ich selber?" Und die Frage läßt uns nicht ohne …

  17. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 151

    . ■ 161 lächelnd die Achseln zuckt : die Acit ist reif für solche Blüthe am Baume des Menschenlebens, und ihre Entwickelung und ihr Gedeihen wird durch keine Macht gehemmt werden können! vr. G. RasmuS. V. - Literatur") Mehrere Mitglieder de…

  18. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 152

    …von Freunden Änd Bekannten geschrieben ist, rührt von einer Danw her, von Lady Montefiore, der Gattin des bekannten Sir Moses Montefiore, der im Jahre i 838 in Begleitung der Erstem die Reife nach Aegypten und Syrien zum zweitenmal unternahm , um dort sein…

  19. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 153

    …r literarische Unterhaltung.) Ueber die in einer Münchner Handschrift aufbehaltene ar.,r bische Psalmübersetzung des R. Saadia Gaon. Mit einer Probe. Bon ür. DaN. Hamberg, außerord. ') SJo» dieser zweiten Schrift ist bereit« eine franzLfische Ueber, s…

  20. 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 154

    154 ' > Prof, der Theologi« an der Lud«. - Msximil.»Universität. (München 1841,) ». 2Z Sgr. Eine gutgeschriebene Abhandlung, durch welche ein seit lange streitiger Punkt der Literaturgeschichte deS Alten Testaments erledigt wird (heißt eS i…