Mannheim
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187419241975
  1. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 97

    97 Ausdruck unseres Denkens, Fuhlens und Empfindens sein. ״ ׳בור ושמור בדבור אחד נאמרוDenkeundbewahresind in einem Worte gekündet worden!" Gedanke und That bilden ein einziges, untrennbares Ganze. Dem gedanklichen Erfassen folge unbedingt d…

  2. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 98

    98 Frühlingszeit ist die Jugend, der Sommer die Mannesreife, der Herbst das Greisenalter. Der Winter dagegen ist die Verneinung des. Lebens — ist — der Tod! Aufsteigen, Höhepunkt und Niedergehen, diese allein enthält das Erden׳ leben — nich…

  3. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 99

    99 Grundgedanken wird Pessach zur ewigen Hut unserer Jugend, daß sie sich nicht locken lasse vorn glän.zenden Scheine, daß sie nie huldige der Vergewaltigung des Rechts. Pessach mahnet, nur demjenigen mit Begeisterung zuznstimmen und anzuhä…

  4. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 100

    100 Luges Dünkel verjagend zum Himmelslichte! So wird auch, m. A., dem Unwerth gesteuert, der so leicht Herr wird dev Jugend. Denn ebenso schnell, wie sie aufstammet in Begeisterung, eben so plötzlich erlischt das Feuer, ist zu Boden sie ge…

  5. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 101

    — 101 — licht, zu Ecsolg. Sonne!;לבדם J m wir!eit wir geahnt. < לילה ן t bleibt 1 achliche | diesem f umsteu | > Wort \ t min- \ Allem ist na-;einen׳ ׳’ -t ihre 5־ t0b י je»״ l $־ lichen Begierden, Ueppigkeit und Wollust, die mit dem Körper…

  6. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 102

    102 heit hin zur Geisteshöhe der Erlösung, die Recht und Wahrheit allen Menschen kündet. Es führet jeden Einzelnen zur Geisteskraft, die vollkräftig sich befreiet aus den Schlingen der Begier und Lust! Kraft und Heil, Wahrheit und Sieg, das…

  7. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 103

    103 stiegen zu dem Ewigen das Gebet: ״ ממעמר]ים ר;ראתיןזה׳Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o Herr," daß du gnädig mich behütest, mich errettest vor des Todes Dräuen! Und sieh, Gott hat eure Stimme erhört, gnädig hat er euch geleitet bis zum h…

  8. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 104

    104 Pflicht damit wir ganz und voll genügt? Und in uns allen antwortet unsres Herzens Stimme, nein — das Dankgefühl, es gleichet einer Quelle, aus dem ein nichtiger Strom entspringen soll — ein Strom, der hin soll gleiten durch unser ganzes…

  9. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 105

    — Ein Gräuel ist dem Ewigen Jeder, der hochmüthig sich selbst überhebt! ״Und das ist die erste Erkenntniß, die uns, die euch vor Allem gebracht der jüngsten Vergangenheit große Tage — die so eindringlich es gepredigt haben, daß schwach und …

  10. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 106

    106 — der Ewige hat uns bewahret — hat zum Siege geleitet unsre Waffen! Wenn je euch nahet die Versuchung in des Lebens trüben Tagen, zu wanken in den: Gottvertrauen — blicket nur zurück auf dieses Kampfes Zeit — Er, der euch schützend hier…

  11. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 107

    107 Satzungen des Ewigen — ״ של שמר מצותי וחיהIn meiner Gebote Erfüllung findest du des Lebens reichsten Inhalt!" Amen! Zu dir, o Ewiger, steigt empor deiner Diener Dankgebet! Gnädig hast du sie geleitet durch Noth und Gefahr! O wollest hie…

  12. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 108

    10 6 verschlingen meint, als die Beute ihm nicht entrinnen kann. Wie zittern wir schon für das dem sicheren Tode preisgegebene Lamm? Vor sich das Meer mit seinen Schrecken, hinter sich den grimmigen Feind. — Aber welch' Wunder! Moses neigt …

  13. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 109

    109 Beweis: das erste der Zehnworte heißt: ״Ich bin der Ewige, Dein Gott; der Dich aus Egypten geführt", und nicht, der das Meer gespalten. — Der Midrasch knüpft daran eine Nutzanwendung. Wer beim täglichen Schma-Gebet, bei dem Bekenntniß d…

  14. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 110

    110 that Großes, er zeigte sich als Herr der Natur. Nacht hatte die Welt erfüllt, sie sah nicht den Unsichtbaren, erkannte nicht den Schöpfer aus seinem Geschöpfe. Wohl sahen sie die Wunder der Natur, wohl merkten sie ihre Schönheiten, wohl…

  15. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 111

    111 der Natur, und fürwahr, m. Fr., unsere Zeit, die in der Naturforschung sich so vieler Erfolge rühmt, sie kann von den Wundern in Egypten lernen, wie man sie betrachten müsse. Man spricht immer von Naturgesetzen, aber nicht von dem, der …

  16. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 112

    112 dein Gott, bin dein Erlöser." Gott waltet in der G e s ch i ch t e, lehrt צ״מ". Und so oft Israel rings von Feinden umgeben war, so oft es die Schwere der Macht empfand, so oft die Netze der List es umschlangen, es rief: דונה אל ישועתי …

  17. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 113

    113 Mensch nicht gewiß, daß diese Sehnsucht erfüllt wird, so kann ihn der Glaube an die Unendlichkeit Gottes erheben, die Hoffnung an eine messianische Erlösungszeit beseligen, aber in sich befriedigt ist er erst, wenn er sich, seine Einzel…

  18. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 114

    4נ1 — Angehörigen verrichten, für alle, die uns theuer waren, lasset uns den Gedanken von קריעת י״ם beherzigen, den Glauben an Unsterblichkeit im Herzen bekräftigen. Er der Allgütige, der die Meerrsfluthen gespalten, und unseren Ahnen die S…

  19. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 115

    115 in einer Menschenbrust spricht, so lange ist die Gottesstimme vom Sinai nicht verhallt. Also hat die Menschheit noch immer alle Ursache die Schabuothfeier mit uns zu begehen. Aber auch die Men schlichkeit! denn die reichste Nächstenlieb…

  20. 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 116

    — llti — Gesellschaft grell zu beleuchten; wir wollen nicht die Schandmäler entziffern, mit denen das Verbrechen brandmarkt, wirwollen nicht von jenen Ruchlosen sprechen, die wie Schling-- pflanzen an dem Marke der Gesellschaft sangen, über…