Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 110)
- Language
- German
- Belongs to
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97 Ausdruck unseres Denkens, Fuhlens und Empfindens sein. ״ ׳בור ושמור בדבור אחד נאמרוDenkeundbewahresind in einem Worte gekündet worden!" Gedanke und That bilden ein einziges, untrennbares Ganze. Dem gedanklichen Erfassen folge unbedingt das Thun; dem Neben werde der Gedanke allein Quell und Ursprung. Unsere Festesfeier, m. A., ist deshalb so erfüllt von einzelnen Bethätigungen. Diese aber sind nichts Anderes, als der Hinweis und der Ausdruck des reichen Gedankeninhalts, der diesem Feste zu Grunde liegend, es ewig neu und frisch erhält. Lasset utts>' nt. A., aus dieser Fülle einen Haupt- und Grundgedanken hervorheben, damit wir erkennen, wie allezeit reine Wahrheit bleibt, was die Schrift gekündet: שמרים לכל בני ישראל ״ לדרתיכםHut und Schutz ist diese Feier Allisrael in der Geschlechter endloser Reihenfolge!" Amen! I. ״Eine Wacht für Allisrael in seinen Geschlechtern!" I. A. V. I Daß die Nacht des Auszuges, in welcher das Morgenroth der Freiheit ausstrahlte unfern Ahnen, ihnen ward eine Nacht der göttlichen Obhut, ist ohne jede weitere Erklärung allverständlich! Auch das sehen leicht wir ein, daß dieser Befreiung Folgen nachwirkten auf und durch alle spätern Geschlechter, und daß somit dieser Wendepunkt im Geschicke und in der Geschichte Israels ein für alle Zeiten wichtiger und in dankbarer Erinnerung zu bewahrender Augenblick geworden ist. Wodurch aber behält dieses Fest die schützende und schirmende Kraft, welche seiner ersten Feier die allgemeine weltgeschichtliche Bedeutung verliehen hat, für immer? Worin zeiget auch in unserer Zeit, auch für uns sich diese Wirkung? M. A.! Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, wie unsere drei Wallsahrtsfeste den Beginn bilden dreier Jahreszeiten. Pessach eröffnet den Frühling, Schebuoth den Sommer, Sukkoth den Herbst. Leer allein gehet der Winter aus. Denn das Menschenleben zählet ungleich der in Jahreskreisen rollenden Erde, nicht vier, sondern drei Zeiten nur — die Rahmer, LsraeUtisches Piedi^t-Magazin. V. Jhrg. I. u. r. Heft 7