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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 105 (sequence 118)
Language
German
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— Ein Gräuel ist dem Ewigen Jeder, der hochmüthig sich selbst überhebt! ״Und das ist die erste Erkenntniß, die uns, die euch vor Allem gebracht der jüngsten Vergangenheit große Tage — die so eindringlich es gepredigt haben, daß schwach und hinfällig ist der Mensch, ein geringes Werkzeug nur in der Vorsehung Hand. Alles vermag der Sterbliche, so Gott zu seiner Hilfe ist — Nichts bedeutet er, sein Planen und sein Sinnen, so der Ewige von ihm gewichen ist! Gott regiert die Welt und Keiner außer ihm. Er leitet unser Geschick — ihn fürchten, ihn ehren wir — ihn haben wir erkannt auf seines Gerichtes Wegen — und nie hinfort vergessen seiner wir. Der Ehrfurcht aber, nt. Th., der wahren, fest in uns g wurzeltenEhrfurcht entspringt der G l a u b e, das V e r t r a u e n, '״ ויאמינו בהsie glaubten Gott!" — Es ist so leicht an Gott zu glauben, denkt Jeder, der des Lebens Schickungen noch nicht erfahren. Wem nie genaht der Kummer und das Elend, der dünkt stolz sich fest im Gottvertrauen. Doch schwer ist es, die Probe zu bestehen — gleich fest auf ihn zu bauen, so er des Unglücks Boten sendet — im Glauben nicht zu wanken, wenn Mißgeschick hereinbricht. Schwer ist's — zu handeln nach der Weisen Vorschrift: כשם שמברכין על הטבה ״ כך מברכיו על הרעהWie du, 0 Israelit, mit Dankesspruch empfängst das Gute, so nimm entgegen auch mit Dankessegen des Unheil's Gabe, die dein Gott dir spendet!" Und das allein heißt Gottvertrauen — ihn preisen für das Schlimme, ihm danken für jede Lebensschickung! Nur, wer es hat erkannt, wem unerschütterlich geworden ist die Ehrfurcht Gottes — wer in dem Ewigen bekennet den Herrn und Meister aller Welten, aller Geschicke, der wird ihm fest vertrauen, ihm den Vater aller Menschen, der mit Vaterhuld hinieden leitet jedes Einzelne seiner Geschöpfe. Und ihr habt Gelegenheit gehabt, in reichem Maße zu eigen euch zu machen dies Erkennen und seine Folge, wie oft hat Untergang gedroht einein Jeden — und Gott hat gnädig ihn errettet — wie manchmal hat das Schlachtenglück geschwankt — und unseres Vaterlandes Hort

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